09:32 18 Januar 2020
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    Die US-amerikanische Schauspielerin Sharon Stone hat im Interview mit der Zeitschrift „GQ“ über ihre Einstellung zu dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erzählt. Die 61-Jährige kritisierte außerdem US-Präsident Donald Trump und bezeichnete ihn als „Möchtegern“.

    „Ich finde, dass Putin auf seine Weise ein starker Anführer seines Landes ist“, sagte sie in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Trump und Putin seien sehr verschieden.

    Was Putin von Trump unterscheide, sei die Tatsache, dass der russische Präsident sein Land „in dessen bestem Interesse“ führe. Sie wolle zwar nicht, dass Putin ihr Land regiere, allerdings habe sie nichts dagegen, wie er seines regiere. Sie wolle nur, dass Putin ihrem Land fernbleibe, so die Schauspielerin weiter. „Und ich will, dass mein Staatsoberhaupt keine Geschäfte mit einem anderen Staatsoberhaupt macht, das versucht, andere Länder – oder meines – zu übernehmen.”

    Trump sei im Gegensatz zu Putin ein „Möchtegern“.

    „Putin ist kein Möchtegern. (…)Trump hingegen will immer noch etwas anderes sein als der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Als ob das nicht genug wäre“, erklärte sie.

    Dass der Präsident der USA unter die Kontrolle eines Führers einer anderen globalen Supermacht gerate oder sich von diesem manipulieren lasse, sei absolut unangemessen. Denn dann betrachte Stone das Oberhaupt ihres Landes nicht mehr als gleichwertig, sondern als schwach.

    Auf die Frage, ob sie glaube, dass Trump wiedergewählt werde, äußerte Stone ihre Zweifel. Ihr Land sei auf der Idee gegründet worden, dass alle Menschen gleich seien. Das sei nicht im Einklang mit den Zielen von Trump. Zugleich betonte Stone aber, dass sie an Putins Stelle auch „Trump ausnutzen” würde.

    Sharon Yvonne Stone ist eine 61-jährige US-amerikanische Filmschauspielerin. Ihren Durchbruch auf der Kinoleinwand hatte sie im Jahr 1992 mit dem erotischen Thriller Basic Instinct.

    Impeachment-Verfahren

    Im Dezember vergangenen Jahres hatten die Abgeordneten des Repräsentantenhauses mehrheitlich für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den US-Präsidenten Donald Trump gestimmt. Dem Präsidenten wurde vorgeworfen, seine Machtbefugnisse missbraucht und Aktivitäten des Kongresses im Rahmen des Amtsenthebungsverfahrens behindert zu haben.

    Der Sonderermittler Robert Mueller war zwei Jahre lang einer möglichen „russischen Einmischung“ in die US-Wahlen, die Moskau dementierte, nachgegangen. Mueller bestätigte nach dem Abschluss seiner Ermittlungen, dass es tatsächlich eine Einmischung gegeben habe. Allerdings fand er keine Beweise für eine „Verschwörung“ zwischen Russland und Donald Trump, die sowohl im Kreml als auch im Weißen Haus dementiert wurde.

    dg/gs

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    Tags:
    Interview, Magazin, Präsident, Wladimir Putin, Donald Trump, Sharon Stone