21:47 02 April 2020
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    Nachrichtenüberblick: Proteste in Teheran gegen Führung; Keine Beweise für Angriffspläne auf Botschaften; Hongkong verweigert Chef von Human Rights Watch die Einreise; Weiteres Opfer des Vulkanausbruchs; Drei Tote in Haus in Starnberg; Siemens wegen Kraftwerk in der Kritik

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Proteste in Teheran gegen Führung

    Bis zu 3000 Menschen haben der Nachrichtenagentur ILNA zufolge in Teheran wegen des Abschusses eines ukrainischen Passagierflugzeuges gegen die Regierung protestiert. Die Teilnehmer kritisierten demnach auch die Vertuschung von Fakten durch die iranische Regierung. Es soll Forderungen nach dem Rücktritt aller beteiligten Offiziellen gegeben haben. Sicherheitskräfte versuchten laut ILNA, die Proteste zu beenden. In den sozialen Medien kursieren nicht verifizierte Videos, in denen Demonstranten auch den Rücktritt der iranischen Führungselite fordern.

    Keine Beweise für Angriffspläne auf Botschaften

    Nach der gezielten Tötung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani wachsen die Zweifel an der Begründung von US-Präsident Donald Trump für die umstrittene Operation. Er habe keine Beweise gesehen, sagte US-Verteidigungsminister Mark Esper dem Sender CBS auf die Frage nach einer Untermauerung der von Trump genannten angeblichen Angriffspläne gegen vier US-Botschaften. Trump hatte dem Sender Fox News am Freitagabend gesagt, dass wahrscheinlich die Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad angegriffen werden sollte.

    Hongkong verweigert Chef von Human Rights Watch die Einreise

    Hongkong hat dem Chef der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erstmals die Einreise verweigert. Kenneth Roth war am Sonntag auf dem Flughafen der chinesischen Sonderverwaltungsregion gelandet, durfte aber nicht die Einreisekontrolle passieren. Er habe am Dienstag in Hongkong den Jahresbericht der Organisation vorstellen wollen, der die zunehmenden Angriffe der chinesischen Regierung auf das internationale Menschenrechtssystem hervorheben wird, teilte die Organisation heute mit.

    Weiteres Opfer des Vulkanausbruchs

    Gut einen Monat nach dem verheerenden Vulkanausbruch in Neuseeland ist die Zahl der Todesopfer auf 20 gestiegen. Eine weitere Person sei in einem australischen Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, teilte die neuseeländische Polizei mit. Offen blieb, ob es sich bei dem 20. Todesopfer um einen Mann oder eine Frau handelt. 47 Touristen hatten sich am 9. Dezember auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island vor der Ostküste von Neuseelands Nordinsel befunden, als es zu dem Ausbruch kam.

    Drei Tote in Haus in Starnberg

    In einem Haus in Starnberg sind drei Tote gefunden worden. Nach derzeit noch nicht gesicherten Erkenntnissen handelt es sich dabei um das Ehepaar, das in dem Haus lebte, und dessen Sohn, teilte die Polizei mit. Die Ermittler gehen im Moment von einer Gewalttat aus, hieß es weiter. Angehörige der Eheleute hatten die Polizei informiert, weil sie das Paar seit mehreren Tagen nicht erreichen konnten. Eine Polizeistreife fand dann die drei Toten im Haus. Weitere Angaben könnten derzeit nicht gemacht werden, teilte die Polizei mit.

    Siemens wegen Kraftwerk in der Kritik

    Australische Umweltschützer haben die Entscheidung von Siemens kritisiert, an seiner Lieferung für ein Kohlebergwerk in dem Land festzuhalten. Die Klima-Strategie des Konzerns habe sich als inhaltsleer und bedeutungslos entpuppt, teilte die Australian Conservation Foundation der DPA mit. Der Protest gegen das Bergwerk werde fortgeführt. Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer sprach von einem unentschuldbaren Fehler.

    Die internationale Adani Group plant in Australien ein Kohlebergwerk. Siemens will dafür eine Zugsignalanlage liefern. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft. Kritisiert werden auch der Wasserverbrauch, die Zerstörung von Lebensraum und der Transport der Kohle über das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt.

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    Tags:
    Hongkong, Human Rights Watch (HRW), Kohlekraftwerke, Siemens, Vulkanausbruch, Neuseeland, Botschaften, Iran