16:04 23 Februar 2020
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    Ein Kamel in Südrussland, das dem Lokführer eines Reisezuges offenbar den kürzesten Weg durch die Wüste zeigen wollte, hat den Fahrgästen einen Bärendienst erwiesen. Der Zug Taschkent-Moskau kam mit 44-minütiger Verspätung in einer Zwischenstation an, teilte die russische Bahn am Montag mit.

    Der Vorfall ereignete sich im südrussischen Gebiet Astrachan unweit der Grenze zu Kasachstan. Das Kamel bezog Stellung vor dem abfahrenden Zug und trabte im Gleisbett mit einer Geschwindigkeit von 22 Stundenkilometern, ohne auf Signale des Lokführers zu reagieren. Kurze Zeit später verlangsamte es sich gar auf 13 Stundenkilometer, der Zug musste ebenfalls abbremsen. Der Lokführer befürchtete, dass sich das Tier quer über die Gleise legen und die Fahrt somit gänzlich stoppen würde.

    Die Polizei sucht nach dem Besitzer des Kamels.

    Angaben dazu, wie das Tier dann doch den Weg freigemacht hatte, machte die Bahn nicht. Zugleich wurde Besorgnis darüber geäußert, dass in freier Wildbahn lebende Tiere, aber auch Haustiere im Gebiet Astrachan die Gleise immer öfter betreten und somit die Sicherheit der Passagiere gefährden würden.

    am/ mt

     

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    Tags:
    Verspätung, Kamel, Zug, Astrachan, Russland