11:03 22 Oktober 2020
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    Wegen des Verdachts der Vorbereitung „einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ sind laut einer Twitter-Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin in mehreren Bundesländern Durchsuchungen durchgeführt worden.

    Nun wurde die offiziele Pressemitteilung publik gemacht:

    Demnach sollen die Tatverdächtigen im Alter von 23 bis 28 Jahren Ziele für einen etwaigen islamistisch motivierten Anschlag ausgespäht haben. Eine konkrete Anschlagsgefahr habe allerdings noch nicht bestanden.

    Frühere Informationen

    Laut der Twitter-Mitteilung der GStA Berlin vom frühen Dienstagmorgen gab es Durchsuchungen in Berlin, Brandenburg, NRW und Thüringen.

    ​Grund für die Maßnahmen war „der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“.

    Später informierte die Generalstaatsanwaltschaft:

    Nach Informationen von dpa-Reportern gab es in Berlin eine Durchsuchung in Marzahn-Hellersdorf im Erdgeschoss eines sechsgeschossigen Gebäudes.

    Durchsuchungen gab es nach Informationen der „B.Z.“ unter anderem in Seelow (Brandenburg). In Ludwigsfelde kam es zu mindestens einer Festnahme. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts Brandenburg wollte die Durchsuchungen nicht bestätigen und verwies auf die Berliner Behörden.

    Die Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus an der Grenze zu Georgien gilt seit Jahrzehnten als Konfliktregion. Nach langer Flucht vor Kiegen leben heute ethnische Tschetschenen in aller Welt verstreut. Viele von ihnen bekamen dabei Asyl in den europäischen Ländern.

    Die genaue Zahl der Tschetschenen in Deutschland ist deutschen Medien zufolge unbekannt, weil sie in der Regel die russische Staatsbürgerschaft haben. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schätzt die Zahl der Nordkaukasier in Deutschland auf bis zu 50.000, circa 80 Prozent davon sind Tschetschenen.

    Kampf gegen Clankriminalität

    Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ berichtet, dass in Nordrhein-Westfalen und Berlin im Jahre 2019 zusammen etwa 1200 Polizeieinsätze gegen Clankriminalität durchgeführt worden seien. Dabei handelte es sich vor allem um Razzien und Einsätze im Verbund mit anderen Behörden.

    Allein in NRW fanden vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 mehr als 870 Kontrollaktionen zur Bekämpfung der Clankriminalität statt.

    ak/sb/dpa

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    Tags:
    Brandenburg, Thüringen, NRW, Razzien, Berlin, Deutschland