10:44 13 August 2020
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    Nachrichtenüberblick: Verstärkter Anti-Terror-Kampf in Sahel-Zone; Zivilluftfahrtbehörde schickt Experten in den Iran; US-Regierung bezichtigt China nicht mehr der Währungsmanipulation; Tierwohlabgabe gefordert; Vulkan auf den Philippinen weiter bedrohlich; Ozeane deutlich wärmer

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Verstärkter Anti-Terror-Kampf in Sahel-Zone

    Im Kampf gegen islamistische Terrorgruppen im Sahelgebiet haben Frankreich und verbündete afrikanische Länder einen Kurswechsel vollzogen. Der Kampf werde auf das besonders gefährdete Grenzgebiet zwischen Mali, Burkina Faso und Niger konzentriert. Das sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach einem Gipfel mit Amtskollegen aus der Sahelregion im französischen Pau. Der Hauptfeind dort sei die Terrorgruppe „Islamischer Staat Große Sahara“, ein Ableger der Terrormiliz IS. Der Gipfel verständigte sich auf eine Koalition für das Sahelgebiet. Dieser würden auch andere Partner angehören.

    Zivilluftfahrtbehörde schickt Experten in den Iran

    Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde unterstützt die Untersuchungen zum Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs im Iran. Das gab die im kanadischen Montréal sitzende Organisation bekannt. Die Behörde habe eine Einladung der iranischen Regierung angenommen und Sachverständige benannt, die als Berater und Beobachter fungieren sollen. Bei dem Abschuss der Linienmaschine inmitten des eskalierenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran waren am vergangenen Mittwoch nahe Teheran alle 176 Menschen an Bord ums Leben gekommen.

    US-Regierung bezichtigt China nicht mehr der Währungsmanipulation

    Kurz vor der geplanten Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China hat die US-Regierung ihren Vorwurf der Währungsmanipulation zurückgenommen. China habe sich überprüfbar dazu verpflichtet, die Landeswährung Yuan nicht mehr zu nutzen, um sich im internationalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen, hieß es in einem Bericht des US-Finanzministeriums. Peking verpflichte sich mit dem neuen Handelsabkommen auch zu mehr Transparenz in Bezug auf Wechselkurse und Handelsbilanzdaten.

    Tierwohlabgabe gefordert

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace schlägt eine Verteuerung von Fleisch und Milch aus Massenproduktion vor. Wer Fleisch konsumiere, müsse auch die Kosten der Erzeugung für Umwelt und Klima tragen, sagte Greenpeace-Agrarexperte Hofstetter bei der Vorstellung einer neuen Studie.

    Es werde Zeit, die Haltung von Nutztieren in Deutschland grundsätzlich und verbindlich zu ändern. Der Vorschlag sieht 50 Cent pro Kilogramm zusätzlich für Fleisch und 1,5 Cent pro Liter Milch vor. Ausgenommen sein sollen Produkte aus Ökolandbau und besonders tiergerechte Haltungsverfahren. Neben dieser Tierwohlabgabe fordert Greenpeace eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für Fleisch- und Milchprodukte von 7 auf 19 Prozent.

    Vulkan auf den Philippinen weiter bedrohlich

    Auf den Philippinen haben die Behörden die Menschen davor gewarnt, in ihre Häuser in der Nähe des Vulkans südlich von Manila zurückzukehren. Der Vulkan Taal spuckt weiter Lava und Asche. Es gilt nach wie vor die Warnstufe 4 von 5. Das seismologische Institut Phivolcs hatte erklärt, innerhalb von Stunden oder Tagen sei ein gefährlicher, explosiver Ausbruch möglich. Um die 45.000 Menschen hatten sich in Sicherheit gebracht. Innerhalb eines Radius von 14 Kilometern um den Vulkan leben nach UN-Schätzungen aber fast 460.000 Menschen.

    Ozeane deutlich wärmer

    Die Weltmeere sind im vergangenen Jahr so warm gewesen wie nie zuvor seit Beginn der globalen Erfassung. Außerdem beschleunige sich die Erwärmung der Ozeane durch den Klimawandel, warnt ein Team von 14 Wissenschaftlern aus elf Instituten verschiedener Länder. Die vergangenen zehn Jahre hätten die höchsten Temperaturen der Meere seit den 1950er Jahren gebracht. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die im Fachmagazin „Advances in Atmospheric Sciences“ vorgestellt wird. Steigende Meerestemperaturen führten zu Wetterextremen wie Wirbelstürmen und heftigen Niederschlägen.

    mk/sb

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