05:23 19 Januar 2020
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    Die Nachrichtenagentur Reuters hat nach eigenen Angaben in den 1960er und 1970er Jahren Staatsgelder von Großbritannien angenommen. Das geht aus inzwischen freigegebenen Geheimdokumenten aus dem Jahr 1969 hervor.

    Die Agentur sollte mit dem Geld, das in Form von erhöhten Abonnementzahlungen des Senders BBC kam, die Berichterstattung aus dem Nahen Osten und Lateinamerika ausbauen. Laut den einst als geheim eingestuften Dokumenten war für die Kooperation das Information Research Department (IRD) verantwortlich –  diese Einrichtung war auch für die antisowjetische Propaganda zuständig und pflegte enge Verbindungen zum britischen Geheimdienst.

    Inwieweit die britische Regierung die Reuters-Nachrichten beeinflusst hatte und ob sie es überhaupt tat, gehe aus den Unterlagen nicht hervor.

    Laut einem Reuters-Sprecher haben viele Nachrichtenanbieter nach dem Zweiten Weltkrieg in dieser oder jener Form staatliche Hilfen erhalten. Die Vereinbarung von 1969 widerspreche jedoch den Prinzipien der Agentur, die Unabhängigkeit und Vertrauenswürdigkeit garantieren.  Heute würde Reuters so was nicht mehr machen, sagte der Sprecher.

    Reuters wurde 1851 in London gegründet und ist derzeit einer der größten Nachrichtenanbieter weltweit.

    om/mt

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