10:55 01 Dezember 2020
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    Das Landgericht Berlin hat einen 29 Jahre alten Mann des Mordes an einem 19-Jährigen auf einem Supermarkt-Parkplatz in Berlin, im Februar vorigen Jahres, schuldig gesprochen und zu lebenslangem Freiheitsentzug verurteilt.

    Es sei ihm bei der Tat darum gegangen, Frust abzureagieren, hieß es in der Urteilsbegründung. Der 19-Jährige habe auf Beleidigungen des ihm fremden Mannes nicht reagiert und „eigentlich alles richtig gemacht“, wie das Gericht betonte. Der junge Mann wurde durch einen Stich in Höhe des Herzens tödlich getroffen.

    Angriff aus Frust 

    Der 19-jährige Deutsche, der in der Altenpflege gearbeitet habe und Fan des Berliner Fußballvereins 1. FC Union gewesen sein soll, war mit einem Bekannten unterwegs, als beide auf einem Parkplatz in Berlin-Prenzlauer Berg auf den aus Rumänien stammenden Angeklagten trafen.

    Nach Darstellung des Gerichtes schubste der Mann den 19-Jährigen, weil dieser nicht auf Beleidigungen reagierte. Der Attackierte habe die Arme in Abwehrhaltung genommen und nicht zurückgeschlagen. Kurz darauf sei es dann zu dem Messerangriff gekommen.

    Das Gericht ging von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. Der Angeklagte hat eine Tötungsabsicht zurückgewiesen. Seine Verteidiger plädierten auf einen Schuldspruch wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Gericht folgte im Wesentlichen dem Antrag des Staatsanwalts. Die Version des Angeklagten, es habe wechselseitige Beleidigungen gegeben, sei widerlegt. Seine damalige Alkoholisierung führe nicht zu einer verminderten Schuldfähigkeit.

    Der 29-Jährige wurde zudem verurteilt, den Eltern des Getöteten ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 70.000 Euro zu zahlen. Die Richter ordneten außerdem an, dass der Angeklagte wegen seiner Alkoholprobleme zunächst in einer Entziehungsanstalt untergebracht wird. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    ns/ap/dpa

     

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    Tags:
    Messerattacke, Urteil, Freiheitsstrafe, Gericht, Deutschland