05:25 26 November 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch auf Twitter den US-Technologieriesen Apple dafür kritisiert, dass er sich weigere, Ermittlungsbehörden den Zugang zu Smartphones von möglichen Straftätern zu gewähren.

    Ferner erinnerte Trump daran, dass seine Regierung Apple in Handelsfragen und anderen Belangen „die ganze Zeit“ helfe, wie der Präsident es formulierte. Dennoch weigere sich der Konzern, Behörden den Zugang zu verschlüsselten Telefonen zu ermöglichen, „die von Mördern, Drogendealern und anderen gewalttätigen kriminellen Elementen“ benutzt würden.

    „Sie müssen sich jetzt der Herausforderung stellen und unserem großartigen Land helfen!“, forderte Trump. „Jetzt! Macht Amerika wieder großartig!“, schrieb er.

    ​Kritik an Apple 

    Zuvor hatten US-Behörden schon mehrmals von Apple gefordert, ihnen Zugang zu Smartphones von möglichen Straftätern zu gewähren.

    So hatte das FBI im Jahr 2016 den Konzern gebeten, das Mobiltelefon des Terroristen Syed Farook, der mit seiner Frau im Dezember 2015 in der Stadt San Bernandino 14 Menschen erschossen hatte, zu entsperren.

    Der Konzern weigerte sich hartnäckig, die Forderungen zu erfüllen, vor allem aus strategischen Überlegungen, weil Apple-Mobiltelefone auch als Plattformen für den Verkauf von sogenanntem Internet-Content wie Filmen und Musik dienen und sich der Konzern diesen Weltmarkt nicht kaputtmachen lassen wollte. Im März 2016 wurde die Klage gegen Apple schließlich zurückgewiesen. Später berichtete das US-Justizministerium dann vom Entsperren des iPhones des Terroristen ohne Hilfe des Unternehmens.

    Das Ehepaar Syed Rizwan Farook und Tashfeen Malik hatte am 2. Dezember 2015 14 Menschen in einer Sozialeinrichtung von San Bernardino kaltblütig erschossen. Mindestens 21 weitere Personen wurden verletzt. Wenige Stunden später wurden die beiden Angreifer von der Polizei getötet. Die US-Ermittler stuften das Attentat als Terroranschlag ein.

    ns/ap

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    Tags:
    Terroristen, iPhone, Kritik, Donald Trump, Apple, USA