06:40 25 Februar 2020
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    Die tropischen Malediven könnten ganze Inseln verlieren, wenn sie nicht schnell Zugang zu billigen Finanzmitteln bekommen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Auf diese Gefahr wies der Außenminister Abdulla Shahid in einem Interview mit Reuters hin.

    „Für kleine Staaten ist es nicht einfach“, sagte der Außenminister. „Zu der Zeit, wenn die Finanzierung sichergestellt sein wird, könnten wir unter Wasser sein.“

    Die Malediven sollen schon lange darum gerungen haben, um das Geld für den Bau kritisch wichtiger Infrastrukturen wie der Uferdämme zu finden.

    „Um die Inseln zu schützen, müssen wir mit dem Bau von Seemauern beginnen“, so Shahid. „Das ist teuer, aber wir brauchen das. Wir können nicht darauf warten, bis wir sie alle verlieren werden.“

    Mehr als 80 Prozent des Landes der Malediven liege nur ganz knapp über dem Meeresspiegel. Die höchste natürliche Erhebung liege auf 2,4 Metern über dem Meeresspiegel.

    Das Inselparadies gebe jährlich rund 10 Millionen US-Dollar für Küstenschutzmaßnahmen aus, benötige jedoch nach einer Einschätzung des Umweltministeriums von 2016 insgesamt bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar, um alle bewohnten Inseln zu schützen.

    © Sputnik / Alexander Kriaschew
    Der Green Climate Fund der Vereinten Nationen habe den Malediven bereits fast 24 Millionen US-Dollar bewilligt. Umweltminister Hussain Rasheed Hassan sagte jedoch, sein Land müsse sich an Banken wenden, da man anderswo nicht ausreichende Finanzmittel finden könne.

    aa/mt/rtr

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    Tags:
    Klimawandel, Untergang, Finanzmittel, Finanzierung, Malediven