13:22 03 April 2020
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    Der ehemalige Interpol-Chef Meng Hongwei ist von einem Gericht in China zu 13,5 Jahren Haft verurteilt worden. Dies melden am Dienstag internationale Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das entsprechende Gerichtsurteil.

    Am Dienstag wurde Meng wegen Bestechlichkeit zu 13,5 Jahren Haft verurteilt. Unter anderem wurde er mit einer Geldstrafe von zwei Millionen Yuan (mehr als 260.000 Euro) bestraft.

    Meng beabsichtigt laut seinen Aussagen nicht, das Urteil anzufechten.

    Mitte Juni hatte der Ex-Interpol-Chef zugegeben, Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Dabei handelte es sich um mehr als 1,8 Milliarden Euro. Meng habe damals Bedauern für seinen Gesetzesverstoß gezeigt.

    Hintergrund

    Der ehemalige Interpol-Chef war im September 2018 nach seiner Rückkehr nach China verschwunden. Am 29. September reiste der 64-Jährige von Frankreich in seine Heimat. Danach brach der Kontakt zu Meng Hongwei ab. Mengs Ehefrau alarmierte deshalb die Behörden in Lyon, dem Interpol-Sitz in Frankreich, und gab eine Vermisstenanzeige auf.

    Die chinesischen Behörden teilten danach mit, gegen Meng Hongwei seien wegen des Verdachts auf Korruption Ermittlungen eingeleitet worden. In der Folge verkündete Interpol den Rücktritt seines Präsidenten, nachdem dessen Rücktrittsschreiben eingegangen war.

    ak/sb/sna

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    Tags:
    Gerichtsurteil, Haft, Meng Hongwei, China, Interpol