21:21 24 September 2020
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    Köstliches und billiges Essen mithilfe eines 3D-Drucks zu erstellen, wird in 30 Jahren möglich sein. Jedoch haben japanische Fachleute anhand einer völlig neuen Methode einen Schritt nach vorne gemacht. Ryosuke Sakaki, Technologe des japanischen Werbekonzerns Dents, hat sich dazu gegenüber der Agentur RIA Novosti am Dienstag geäußert.

    Ryosuke Sakaki räumte ein, dass die anhand seiner Technologie „gedruckten“ Lebensmittel den traditionellen Sushis immer noch unterlegen seien. Ihm zufolge braucht das Projekt noch Zeit, um kommerziellen Erfolg und wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen.

    „Ich denke, dass der 3D-Druck von Produkten im Laufe von fünf Jahren teuer sein wird. Mit der Entwicklung der Technologie und der steigenden Anzahl von Konsumenten solcher Produkte werden gedruckte Sushis wahrscheinlich billiger als üblich sein“, sagte der Technologe. 

    Es könne noch weitere 30 Jahre dauern, bis mit dem 3D-Drucker die gleiche Sushi-Qualität wie bei gewöhnlichen Produkten dieser Art erzielt werde, fügte er hinzu.

    „Ob das Produkt lecker sein wird, hängt von der richtigen Textur ab, und das ist sehr kompliziert. In jedem Fall ist dies mit den derzeitigen 3D-Druckern sehr schwierig zu erreichen. Es werden Drucker benötigt, die auf zellulärer und molekularer Ebene drucken“, so der Experte weiter.

    Prinzipiell neue Methode soll helfen

    Sakaki schuf ein grundlegend neues Konzept der 3D-Lebensmittelproduktion. „Um jegliche Fotos oder Bilder auf einem normalen Drucker zu drucken, braucht man eine Kombination aus vier Farben – Rot, Blau, Gelb und Schwarz. Für Lebensmittel ist eine Zusammenstellung aus süßem, saurem, salzigem und bitterem Geschmack erforderlich“, erklärt der Designer.

    Ein 3D-gedrückter Kiefer
    © Sputnik / Michail Wosskressenskij

    Ihm zufolge ermöglicht die Inkjet-Technologie, die Tinte z.B. durch Sojasauce, Sake und Essig zu ersetzen und in Kombination mit anderen Produkten die Geschmacksänderungen zu programmieren.

    In die Kartuschen der 3D-Drucker würden für Sushis solche Zutaten wie Gelatine, Reismehl, Sojabohnenmasse, Algen, Gewürze, Lebensmittelfarben und Vitamine eingegeben, hieß es. Aus ihnen würden mit Hilfe eines Druckers und eines Roboterarms Miniaturwürfel in verschiedenen Formen erstellt, die gewöhnliche Sushi-Meister nicht manuell erstellen könnten, wie etwa Sushis in Form eines alten Schlosses.

    Um eine solche Technologie zu entwickeln, hat Sakaki das Open Meals-Projekt ins Leben gerufen, an dem zwanzig Personen beteiligt sind – Designer, Technologen, Programmierer, Wissenschaftler und Unternehmer.

    In diesem Jahr plane ein Restaurant in Tokio die Installierung eines 3D-Druckers zur Herstellung von Produkten. Bereits jetzt sei es möglich, mittels Sojamasse und Fetten eine Fleischnachahmung sowie Desserts und Eiscreme in sehr schönen Formen zu kreieren.

    „Unser Team konzentriert sich hauptsächlich auf Sushi-Drucker. Im Rahmen des Open Meals-Projekts wurde jedoch ein gemeinsames Konzept entwickelt, um Lebensmittel, Technologie und Kunst in einem Ganzen zu vereinen. Wir denken daher daran, die Nahrung der Zukunft zu erstellen“, betonte Sakaki.

    pd/sb/sna/

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    Tags:
    Designer, Produkte, Methode, Konzept, Technologie, Lebensmittel, 3D-Drucker, Japan