02:33 22 Februar 2020
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    Berliner Libyen-Konferenz und Entwicklungen danach (30)
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    Die Türkei erhöht immer weiter ihre Präsenz in Libyen und agiert zunehmend öfter in direkter Nähe mit der Libyschen Nationalarmee (LNA) von General Chalifa Haftar. Nun meldet die LNA, dass ihre Luftabwehreinheiten in der Nähe von Tripolis eine türkische Drohne abschießen konnten.

    Demnach sei es ihr gelungen, eine türkische Drohne vom Himmel zu holen. Es soll sich dabei angeblich um eine Kampfdrohne gehandelt haben, die LNA-Einheiten in Tripolis angreifen wollte, sagte ein Sprecher der LNA Air Defense Forces am Mittwoch.

    „Die Luftverteidigungskräfte des Generalkommandos der libyschen arabischen Streitkräfte haben eine türkische Drohne abgeschossen, die vom internationalen Flughafen Mitiga gestartet ist und versucht hat, den Standort unserer Militäreinheiten in Tripolis anzugreifen“, heißt es in der auf Facebook veröffentlichten Erklärung.

    Auch Fotos und Videos der angeblich heute abgeschossenen Drohne wurden beigelegt.

    „LNA hat eine türkische TB2 abgeschossen, die im Auftrag der GNA operiert. Wenn Sie eine libysche Flagge auf eine TB2-Dosis kleben, wird sie nicht libysch. Nur eine weitere schlechte Bilanz für türkisch gefertigte Ausrüstung”, heißt im Begleittext zu den Fotos.

    ​Immer wieder gibt es ähnliche Fotos und Meldungen über Abschüsse türkischer Drohnen über Libyen durch die LNA. Meistens lassen sich die Meldungen nicht unabhängig prüfen. Ankara kommentiert diese Berichte kaum.

    ​Zuletzt hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag erklärt, dass die Türkei noch keine Kampftruppen nach Libyen entsandt habe, sondern nur Militärberater.

    Blockade der Ölhäfen

    Zuletzt hatte die LNA international für Aufmerksamkeit gesorgt, als sie am 17. Januar die Ölverladung in fünf Häfen sowie mehrere Ölfelder im Süden des Landes blockiert hatte.

    Die LNA und die Stämme begründeten diesen Schritt damit, dass alle Öleinnahmen auf die Konten der Zentralbank des Landes in Tripolis gelangen. Ihnen zufolge werden mit diesen Geldern Extremisten und neue Waffen bezahlt, während der Osten des Landes leer ausgehe.

    Die Öl-Verladung in den Häfen werde so lange eingestellt, bis unter Kontrolle der Uno ein spezielles Konto eröffnet wird, auf dem dann die Einnahmen aus dem durch den Osten des Landes exportierten Öl eingehen.

    ng/mt/sna

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    Drohne, Abschuss, Türkei, Regierung der nationalen Einheit Libyens, Libyen-Konferenz, Libyen