06:41 24 Oktober 2020
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    Der Hauptverdächtige im Fall des ermordeten Kasseler Regierungschefs Walter Lübcke, Stephan E., hatte nach NDR-Informationen engere Verbindungen zur AfD, als bisher angenommen. Er soll den Angaben zufolge öffentliche Veranstaltungen der AfD während des hessischen Landtagswahlkampfs 2018 besucht haben.

    Ein AfD-Sprecher bestätigte dies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

    Als ein Bild des mutmaßlichen Täters nach dem Mord im Juni 2019 in den Medien kursierte, habe der Kreissprecher Stephan E. aufgrund seines Baseballcaps erkannt und sofort die Polizei informiert.

    E. habe zudem einmal der Partei beim Plakatieren geholfen, teilte der Sprecher mit. Die Polizei wurde ihm zufolge umgehend in Kenntnis gesetzt. Daraufhin sei geprüft worden, ob der Mann der AfD beitreten wollte. Das sei aber nicht geschehen, E. habe es auch nicht versucht.

    Mordfall Lübcke

    Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses durch einen Kopfschuss getötet worden. Der tatverdächtige Stephan E., früher als Neonazi bekannt, soll nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler der Schütze sein. Ob ein weiterer Mann am Tatort anwesend war, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. E. legte ein umfassendes Geständnis ab, widerrief es aber später. Sein Anwalt erklärte zuletzt, E. sei gemeinsam mit Markus H. bei Lübcke gewesen. H. steht bisher im Verdacht der Beihilfe zum Mord.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    AfD, Verdächtiger, Ermittlungen, Mordfall, Walter Lübcke