03:08 22 Oktober 2020
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    Nachrichtenüberblick: Chinas Metropole Wuhan wegen Corona-Virus abgeriegelt; Bundespräsident Steinmeier bei Gedenkfeier in Yad Vashem; Türkei wirft EU Bruch des Flüchtlingsabkommens vor; Britisches Oberhaus billigt endgültig Brexit-Gesetz; Tumulte in Zürich bei Demo gegen Weltwirtschaftsforum; Volkswagen mit Millionenstrafe in Kanada

    Sputnik stellt Ihnen eine kurze Übersicht von Ereignissen zur Verfügung, die sich in der Nacht zum Donnerstag ereignet haben beziehungsweise am Donnerstag aktuell werden.

    Chinesische Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt

    Die chinesischen Behörden stoppen wegen des Corona-Virus alle Flüge und Züge aus der Millionenstadt Wuhan. Außerdem dürfen die Einwohner die Stadt nur noch mit einer Sondergenehmigung verlassen, wie staatliche Medien berichten. Große Menschenansammlungen sollen sie meiden. Für den Autoverkehr gelten die Anweisungen bislang nicht, bestätigte Wuhans Bürgermeister Zhou Xianwang auf Nachfrage von Medien.

    Israel im Ausnahmezustand – Wegen Feierlichkeiten in Yad Vashem

    Unter außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen finden in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel die offiziellen Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz statt. Nach Aussagen der israelischen Regierung ist es die größte nationale Gedenkveranstaltung seit Bestehen des Staates Israel. Zu den Staatsgästen gehört auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der als erster deutscher Staatsmann überhaupt dort reden wird. Das KZ Auschwitz wurde 1945 von sowjetischen Truppen befreit. Nach bisherigen Erkenntnissen ermordeten die Nazis in dem Lagerkomplex mehr als eine Million Menschen, davon mehr als 90 Prozenz Juden aus ganz Europa.

    Türkei wirft EU den Bruch des Flüchtlingsabkommens vor

    Kurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Istanbul hat der türkische Außenminister, Mevlüt Çavuşoğlu, Deutschland und die EU stark kritisiert. Die Türkei halte sich an das Flüchtlingsabkommen und nehme alle Flüchtlinge wieder auf, die von der EU zurückgeschickt würden, sagte Cavusoglu der „Bild“-Zeitung. Die EU habe dagegen die für Ende 2016 versprochenen drei Milliarden Euro immer noch nicht vollständig gezahlt.

    Kein Weg zurück – Britisches Parlament billigt endgültig Brexit-Gesetz

    Das britische Parlament hat das Gesetz über den EU-Austritt endgültig verabschiedet. Nach dem Unterhaus passierte der Gesetzesentwurf nun auch das Oberhaus, das House of Lords. Doch ganz ohne Streit ging auch das nicht über die Bühne: Einige Änderungen, die von den Lords an dem Gesetzentwurf vorgenommen wurden, hatten die Abgeordneten im Unterhaus wieder rückgängig gemacht. Jetzt gaben die Lords schließlich nach und verzichteten auf ihre Nachbesserungen. Nötig ist nun noch die Billigung des Gesetzes durch Königin Elisabeth II., was als Formsache gilt.

    Heftige Auseinandersetzungen bei Anti-Davos-Demo in Zürich

    Am Mittwoch hatten verschiedene Gruppierungen in Zürich zu einer Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos aufgerufen. Daran nahmen mehrere hundert Personen teil – unter ihnen auffällig viele Jugendliche – wie örtliche Journalisten beobachteten. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Bereits wenige Augenblicke nach dem Start am Helvetiaplatz in der Züricher Innenstadt begann eine Gruppe Vermummter Pyrotechnik zu zünden. Einige Personen schossen die Feuerwerkskörper in Richtung Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war. Ein Knallkörper explodierte in nächster Nähe eines Polizisten. Wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt, musste der Mann mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht werden. Auch eine Passantin wurde durch einen explodierenden Gegenstand verletzt. Die Polizei hat drei Personen vorübergehend festgenommen.  

    Kanada verhängt Millionenstrafe gegen Volkswagen

    Volkswagen muss im Dieselskandal wegen Verstößen gegen Umweltgesetze eine weitere hohe Strafe zahlen. VW bekannte sich schuldig, Autos nach Kanada importiert zu haben, die nicht den zulässigen Abgasstandards entsprachen. Ein Gericht in Toronto billigte einen zwischen dem deutschen Autobauer und der kanadischen Regierung erzielten Vergleich. Er sieht eine Strafe von 196,5 Millionen kanadischen Dollar (135,5 Millionen Euro) vor. Volkswagen hatte sich zuvor schuldig bekannt, zwischen Anfang 2008 und Ende 2015 fast 128.000 Fahrzeuge mit illegaler Abgastechnik zur Manipulation von Emissionswerten eingeführt und damit gegen kanadische Umweltschutzgesetze verstoßen zu haben.

    mk/ae/dpa

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    Tags:
    Flüchtlingspakt, EU, Türkei, Frank-Walter Steinmeier, Coronavirus, Wuhan