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    Coronavirus auf dem Vormarsch: Chronologie der Ausbreitung (115)
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    Die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die im Dezember in China ausgebrochene neuartige Lungenkrankheit wird nach Einschätzung der globalen Impfallianz Gavi mindestens ein Jahr dauern.

    Noch seien die Gefahren durch das Coronavirus auch schwer abzuschätzen, sagte der Gavi-Geschäftsführer und Epidemiologe Seth Berkley gegenüber der dpa.

    „Die gute Nachricht ist, dass Forscher das Genom des Virus bereits sequenziert und veröffentlicht haben. Das hat es mehreren Organisationen rund um die Welt möglich gemacht, mit der Arbeit an einem Impfstoff zu beginnen“, betonte er.

    Wie Berkley weiter erklärte, seien Impfstoffe, die gegen Coronaviren schützen, weitaus leichter zu entwickeln als Vakzine gegen Krankheiten wie Malaria oder HIV.

    „Trotzdem wird es bis zu ersten klinischen Versuchen Monate dauern und mindestens ein Jahr, bevor ein Impfstoff zur Anwendung verfügbar ist“, so Berkley.

    Ausbruch des Coronavirus

    Indes ist die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China auf 17 gestiegen. Mit mehr als 200 Nachweisen binnen eines Tages nahm laut Medienberichten auch die Zahl erfasster Virus-Infektionen stark zu. Bislang sei bei 544 Menschen in China bekannt, dass sie an der Lungenkrankheit leiden.

    Infektionsfälle wurden neben China auch bereits aus Thailand, Japan und Südkorea gemeldet. Erstmals wurde ein Fall in den USA registriert. Zu den Symptomen zählen Fieber, Husten und Atemnot. In der Regel ist eine Erkrankung nicht lebensbedrohlich, bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen kann sie jedoch zum Tod führen. Der Virus kursiert seit Dezember.

    Impfallianz Gavi

    Die globale Impfallianz Gavi ist weltweit engagiert, um den Impfschutz gegen Krankheiten zu verstärken und Staaten im Gesundheitswesen zu beraten - mit erheblicher Finanzhilfe aus Deutschland. Die Organisation bat die Bundesregierung zuletzt um 700 Millionen Euro, um den Schutz von Kindern und den vereinfachte Zugang zu Impfungen in Entwicklungsländern auszubauen.

    ns/ae/dpa 

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    Südkorea, Japan, Todesfälle, Ausbreitung, Coronavirus, USA, Thailand, China