07:40 21 Oktober 2020
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    Ein 32 Jahre alter Islamist ist in Berlin wegen der Planung eines Terroranschlags zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten verurteilt worden.

    Der Mann mit radikal-islamistischer Gesinnung ist laut dem heutigen Urteil des Kammergerichts in Berlin der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig. Die Bundesanwaltschaft hatte sechs Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Der Vorsitzende Richter sprach von einer schwierigen Beweisfindung.

    Er sei zwar nicht die treibende Kraft gewesen, habe jedoch einen möglichen Terroranschlag befürwortet und Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert. Es sollten möglichst viele Menschen getötet werden, um ein Klima der Angst zu schüren.

    Zuvor hatte die Bundesanwaltschaft mitgeteilt, dass der Angeklagte zusammen mit einem in Frankreich inhaftierten Islamisten die Gewalttat ab Sommer 2015 vorbereitet haben soll. Auch der spätere Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, soll für einige Wochen im Oktober 2016 dabei gewesen sein.

    Mögliches Anschlagsziel

    Als mögliches Anschlagsziel galt das „Gesundbrunnen-Center“ in Berlin. Die Planungen seien aber Ende Oktober 2016 abgebrochen worden. Zuvor hatte die Polizei an der Berliner Wohnungstür des Mannes mit russischer Staatsbürgerschaft geklingelt, der bereits als „Gefährder“ galt.

    Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den 32-jährigen Magomed-Ali C. Früheren Berichten zufolge kam er im Jahre 2011 aus Dagestan nach Deutschland. Der abgelehnte Asylbewerber, nach seinen Angaben gelernter Schuhmacher, hatte dem Gericht zufolge ein befristetes Bleiberecht. In der inzwischen verbotenen Berliner Fussilet-Moschee soll er seine radikal-islamistische Gesinnung geschärft haben. Dort verkehrte auch Amri.

    ak/ae/dpa

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    Tags:
    Haftstrafe, Urteil, Terroranschlag, Berlin, Deutschland