09:53 20 Februar 2020
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    Die Zahl der Todesopfer hat sich nach dem schweren Erdbeben in der Osttürkei vom Freitagabend auf 35 erhöht. Mehr als 15.000 Erdbebengeschädigte sollen mit Notunterkünften versorgt worden sein, wie der TV-Sender NTV am Sonntag mitteilte.

    Zuvor am Sonntag hatte die Agentur Anadolu von 31 Toten berichtet. 

    Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad konnten Retter 45 Verschüttete lebend bergen. Viele werden noch unter den Trümmern vermutet. Nach Angaben von Afad wurden 1607 Verletzte in Krankenhäusern behandelt.

    Zudem seien 76 Gebäude eingestürzt und über 1000 weitere stark oder zum Teil beschädigt.

    Wie Innenminister Süleyman Soylu berichtete, seien mehr als 15.000 Erdbebengeschädigte mit Notunterkünften versorgt worden.  

    „Mehr als 15.000 unserer Bürger sind in überdachte Sporthallen, Gasthäuser, zum Uni-Campus gebracht worden. Im Notstandsgebiet wurden etwa 5000 Zelte eingerichtet“, sagte der Minister gegenüber Journalisten.  

    Erdogan besucht Notstandsgebiet

    Indes hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Termine in Istanbul abgesagt und war am Samstagnachmittag kurzfristig nach Elazig gereist.

    Die Regierung tue alles - und werde alles tun - was in ihrer Macht stehe, sagte er vor versammelten Menschen. Erdogan nahm auch an der Beerdigung einer 45 Jahre alten Frau und ihres zehn Jahre alten Sohnes teil. Er versprach, dass zerstörte Häuser schnell wieder aufgebaut würden.

    Zuvor hatte Erdogan laut Anadolu zugesichert, es würden alle Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. In einem Tweet wünschte er den Verletzten schnelle Heilung und den Toten Gottes Gnade.

    Erdbeben in der Osttürkei

    Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad ereignete sich das Erdbeben der Stärke 6,8 auf der Richterskala am Freitagabend in der Stadt Sivrice in der Provinz Elazig. Das Epizentrum lag in 6,7 Kilometern Tiefe. Auch in den benachbarten Regionen seien 599 Nachbeben gemeldet worden.

    ns/ae

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    Tags:
    Unterkunft, Zahl, Süleyman Soylu, Todesopfer, Erdbeben, Türkei, Recep Tayyip Erdogan