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    Klimaaktivistin aus Foto geschnitten: US-Nachrichtenagentur gerät in die Kritik

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    Die US-Nachrichtenagentur Associated Press hat ein Bild von jungen Klimaaktivistinnen veröffentlicht, die am Weltwirtschaftsgipfel in Davos in der Schweiz teilgenommen hatten. Alle jungen Frauen waren auf dem Foto zu sehen – bis auf die ugandische Aktivistin Vanessa Nakate: Die einzige dunkelhäutige Frau wurde herausgeschnitten.

    Auf dem Foto waren nur noch die Aktivistinnen Luisa Neubauer aus Deutschland, Greta Thunberg und Isabelle Axelsson aus Schweden sowie Loukina Tille aus der Schweiz. Nakate twitterte ihre Enttäuschung über die Entscheidung von AP. „Ihr habt nicht nur ein Foto gelöscht, ihr habt einen ganzen Kontinent gelöscht. Doch ich bin stärker als jemals zuvor“, schrieb sie in ihrem Account. Das sei außerdem das erste Mal in ihrem Leben, dass sie die „Definition des Wortes Rassismus verstanden“ habe.

    ​Die Tweets verbreiteten sich daraufhin rasant in den sozialen Medien und wurden tausendfach geliked. Viele Menschen in Twitter kritisierten die Entscheidung von AP.​

    Auch Greta Thunberg, die auch auf dem Foto war, kommentierte den Vorfall. Was passiert sei, sei „völlig inakzeptabel“, schrieb sie in ihrem Twitter.

    Aktivistin wegen Hintergrund gelöscht

    David Ake, der Direktor für Fotografie der Nachrichtenagentur, hat laut „Guardian“ erklärt, dass die Aktivistin wegen „Kompositionsgründen“ aus dem Bild entfernt wurde. Der zuständige Fotograf dachte, das Gebäude im Hintergrund sei störend gewesen, schreibt die Zeitung „Guardian“.

    Später reagierte auch der PR-Account der AP und entschuldigte sich gegenüber Nakate. Man lege „großen Wert darauf, die von uns abgedeckte Welt genau darzustellen“, hieß es in der Stellungnahme. „Wir schulen unsere Journalisten darin, sensibel auf Fragen der Einbeziehung und Unterlassung zu reagieren.“ Man habe mit den Journalisten gesprochen und würde aus diesem Urteilsfehler lernen.

    Schließlich sprach auch Sally Buzbee, die Chefredakteurin der Agentur, auf Twitter ihre Entschuldigung aus. Es sei ein Fehler und es werde realisiert, dass dadurch „eine Stimme zum Schweigen gebracht wurde“. Die Agentur hatte später ein Bild mit allen fünf Aktivistinnen gesendet.

    dg/sb

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    Klima, Greta Thunberg, Weltwirtschaftsforum (WEF) im Schweizer Ski-Ort Davos, Davos, Schweiz, Gipfel