13:48 28 Oktober 2020
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    Im Kampf gegen Clankriminalität wollen die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden verstärkt gegen Barbershops vorgehen. Dazu äußerte sich der Essener Hauptkommissar Thomas Weise gegenüber der „Rheinischen Post“.

    „Barbershops sind ein neues Phänomen, das in unseren Kontrollfokus gerückt ist. Die Shops werden in diesem Jahr im Zusammenhang mit Clans das Thema werden“, sagte er.

    Ihm zufolge hat die Polizei in letzter Zeit eine auffällige Häufung an Gewerbeanmeldungen im Friseurhandwerk festgestellt. Allein im Viertel Altendorf und der nördlichen Innenstadt in Essen sind laut seinen Aussagen über 20 Barbershops kurz hintereinander eröffnet worden.

    „Da sie sich in den einschlägigen Vierteln befinden, gehen wir momentan davon aus, dass es da Bezüge zur Clankriminalität gibt“, erläuterte Weise.

    Unter anderem sagte er, dass erste Erkenntnisse zeigen, dass „Barbershops im Einzelfall von kriminellen Clanmitgliedern betrieben und durch das Clan-Milieu als Treffpunkt und Rückzugsmöglichkeit genutzt werden“.

    Kontrolle von Barbershops in Berlin

    Mitte Januar waren in Berlin-Wedding 14 Barbershops kontrolliert worden. Zwei von ihnen wurden laut der Polizei geschlossen. Drei Menschen wurden dabei wegen unerlaubten Aufenthaltes in Deutschland vorläufig festgenommen.

    „Die Bekämpfung krimineller Strukturen hat in Berlin auch weiterhin eine hohe Bedeutung“, hieß es.

    ak/sb

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    Tags:
    Clans, Kriminalität, Polizei, Essen, NRW