07:17 29 September 2020
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    Einen ersten Verdachtsfall auf das Corona-Virus gibt es seit Montag in Berlin. Ganz egal wie die Prüfung abläuft, deutsche Infektiologen halten es für sehr wahrscheinlich, dass es Fälle in Deutschland geben wird. Das Risiko, das diese für die Bevölkerung darstellen, stufen sie aber als gering ein.

    Gibt es nun den ersten Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus in Deutschland? Medien zufolge soll eine Frau auf die Isolierstation eines Berliner Krankenhauses eingewiesen worden sein, mit Verdacht auf eine solche Erkrankung. Ob es ein Fehlalarm ist oder sich der Verdacht bestätigt, wird gegenwärtig geprüft.

    Das neue Coronavirus aus China befällt aktuell immer mehr Menschen. Bereits 2014 Personen sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infiziert, 324 Fälle davon haben eine schwere Verlaufsform angenommen, 56 Todesfälle sind bekannt. Das Virus hat es nach Thailand, Japan, Südkorea und sogar in die USA und nach Frankreich geschafft. Jetzt ist es eventuell auch in Deutschland angekommen.

    Für Experten der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) käme das nicht unerwartet. Denn sie erwarten eingeschleppte Einzelfälle auch in Deutschland, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Aber es träfe sie nicht unvorbereitet, denn sie rechnen mit den Fällen und betonen, dass es keinen Grund zur Sorge gebe: In Kliniken sollen bereits präventive Vorbereitungen zur schnellen Behandlung solcher Fälle laufen. Für Bürger gilt als wichtigste Maßnahme: Im Verdachtsfall so schnell wie möglich zum Infektiologen.

    Für das Virus, das unter dem Kurznamen 2019nCoV in der Fachwelt behandelt wird, wurde bereits vom Robert-Koch-Institut ein Ablaufschema für Ärzte ausgearbeitet, in dem das Vorgehen bei Verdachtsfällen skizziert ist. Da das Genom des Virus bereits analysiert und vor zwei Wochen veröffentlicht wurde, konnte von Mitarbeitern der Berliner Charité zudem bereits ein Nachweistest für das Virus entwickelt werden. Es kann also eindeutig geklärt werden, ob ein Verdachtsfall wirklich eine Infektion mit 2019nCoV oder ein anderes Lungenleiden mit ähnlichen Symptomen darstellt.

    Nun geht es der DGI vor allem darum, Ärzte und medizinisches Personal in Kliniken und Praxen für das Thema zu sensibilisieren, sodass Verdachtsfälle schnell erkannt und Maßnahmen getroffen werden. Sowohl Experten von der DGI als auch das Robert-Koch-Institut schätzen das Risiko für die Bevölkerung als gering bis sehr gering ein.

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    Tags:
    Wuhan, Pandemie, WHO, China, Coronavirus