01:30 05 August 2020
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    Die Dresdner Polizei hat am Montag gegen eine 23-jährige Frau Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Sie soll bei einer Kranzniederlegung zum Gedenken der Holocaust-Opfer ihren linken Arm gehoben haben, was laut Polizei von den Anwesenden als Hitlergruß gewertet wurde.

    „Die Polizeidirektion Dresden hat heute ein Ermittlungsverfahren gegen eine 23-jährige Deutsche eingeleitet, die auf einer Holocaust-Gedenkveranstaltung in Pirna (eine Kleinstadt in Sachsen - Anm. d. Red.) einen Hitlergruß gezeigt hatte. Nun ermittelt der Staatsschutz“, twitterte die Polizei.

    Pirna spielte im Vernichtungsapparat der Nationalsozialisten eine wichtige Rolle. In der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein wurden in den Jahren 1940 und 1941 rund 13 700 größtenteils psychisch und geistig behinderte Menschen in einer Gaskammer der Anstalt ermordet, wie die Internetseite der heutigen Gedenkstätten nahelegt. Im Sommer 1941 seien dort zudem mehr als 1000 Häftlinge aus Konzentrationslagern getötet worden.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Holocaust, Dresden