13:45 28 Februar 2020
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    Zwei inaktive ausgediente US-Satelliten – der wissenschaftliche IRAS und der militärische experimentelle GGSE-4 – können laut LeoLabs in der Nacht zum Donnerstag am Himmel über den USA zu einer Kollision kommen.

    Das US-Unternehmen LeoLabs spezialisiert sich auf das Tracking von Weltraummüll und bietet Services zur Verhinderung von Kollisionen auf einer niedrigen Erdumlaufbahn an. 

    Dem Twitter des Unternehmens ist zu entnehmen, dass der Satellit IRAS (das ehemalige Weltraumteleskop Infrared Astronomical Satellite), der 1983 ins All geschossen wurde, und der Experimentalsatellit GGSE-4, der sich seit 1967 im Orbit befindet, in der Nacht zum 30. Januar in einer Höhe von 900 Kilometern über der Stadt Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) miteinander kollidieren können.

    Das Weltraumteleskop IRAS war elf Monate lang im All im Einsatz. Im November 1985 wurde es deaktiviert. Seither kreist es in einer Höhe von rund 900 Kilometern um die Erde. Bei GGSE-4 handelt es sich um einen ehemaligen US-Militärsatelliten, der ebenso wie IRAS nicht mehr erreichbar ist, weshalb eine Kurskorrektur nicht vorgenommen werden kann.

    Es wird betont, dass die beiden Objekte nach Berechnungen in 15 bis 30 Meter Entfernung voneinander und mit relativer Geschwindigkeit von 14,7 Kilometern pro Sekunde aneinander vorbeifliegen würden. Laut LeoLabs kommen demnach zwei seit Jahrzehnten ausgediente Satelliten im Erdorbit einander so nahe, dass eine Kollision nicht ausgeschlossen werden kann. Die Wahrscheinlichkeit ihrer Kollision beläuft sich auf 1 zu 100.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Kollision, Weltraumteleskop, Weltraummüll, Orbit