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    In Russland soll der schweizerische E-Mail-Dienst Protonmail blockiert werden, mit dessen Hilfe Falschmeldungen über die Verminung von zahlreichen Objekten in Russland verschickt wurden. Dies teilte am Mittwoch der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit.

    Am 23. Januar war berichtet worden, dass der Zugang zu Ressourcen des niederländischen Service Startmail.com in Russland blockiert worden ist. Die russischen Behörden teilten damals mit, dass dank diesem Service seit 28. November 2019 Falschmeldungen über die „Verminung“ von Objekten in unterschiedlichen Regionen Russlands verschickt worden sein sollen. Jedoch die Welle von Bombendrohungen hörte nicht auf.

    Protonmail.com

    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB teilte am Mittwoch mit, dass Post-Terroristen weiter Meldungen über eine angebliche „Verminung“ schicken. Demnach fingen die Verbrecher am 24. Januar an, Protonmail.com zu nutzen, als sie anonyme Meldungen an E-Mail-Adressen von Gerichten in vier russischen Regionen sandten. Dabei handelt es sich um einen schweizerischen Service.

    „In den Texten wurden auch auf 830 angeblich verminte Objekte der sozialen und Verkehrsinfrastruktur hingewiesen“, heißt es.

    Laut FSB-Angaben wurde dieser Service bereits im vergangenen Jahr für die Versendung von Falschmeldungen über Terrorbedrohung genutzt. Damals waren nur 123 Objekte betroffen.

    Die Staatsanwaltschaft und die Medienaufsicht Roskomnadsor schränken damit ab heute den Zugang zu Protonmail.com auf dem Territorium Russlands ein.

    Roskomnadsor betonte unter anderem, die Behörde hätte mehrmals Absagen von Protonmail bekommen, Angaben über die „Verminer“ zur Verfügung zu stellen sowie den Zugang zu Ressourcen einzuschränken, die „für die Destabilisierung der Situation im Land und die Verschärfung der Anspannung“ genutzt wurden.

    Seit letztem Jahr gehen regelmäßig Bombendrohungen gegen zahlreiche Objekte in verschiedenen Städten Russlands ein, man spricht von einer „Welle” von Telefonterror. Tausende Menschen waren von Räumungen von Einkaufszentren, Gerichtssälen und anderen öffentlichen Räumen betroffen, bislang hat sich jedoch keine der Drohungen als wahr erwiesen.

    ak/sb/sna

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    Tags:
    Roskomnadsor, Schweiz, Niederlande, FSB, Bombendrohung, Russland