02:30 20 Februar 2020
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    Coronavirus auf dem Vormarsch: Chronologie der Ausbreitung (95)
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    Eine Maschine der Deutschen Luftwaffe ist aktuell auf dem Weg von Deutschland nach Wuhan in China. Dort sollen deutsche Staatsbürger abgeholt und auf einem Kasernengelände in der Südpfalz unter Quarantäne gestellt werden. Die Bundeswehr hat nun erstmals Bilder veröffentlicht, worauf sich die Passagiere in ihren neuen Unterkünften einstellen müssen.

    Aus Angst vor dem Coronavirus in China werden nun etwa 90 Deutsche aus dem Gebiet rund um die Metropole Wuhan ausgeflogen. Freitagvormittag ist ein Flugzeug der Deutschen Luftwaffe mit 29 Besatzungsmitgliedern in Köln gestartet. In der Passagiermaschine A310 der Bundeswehr mit Namen „Kurt Schumacher“ befinden sich neben den Piloten auch Ärzte, Sanitäter, Feldjäger und Mitglieder eines Krisenunterstützerteams. Außerdem hat der Flieger auf Bitten Chinas 10.000 Schutzanzüge an Bord, die an die dortigen Behörden übergeben werden sollen.

    Stunden der Ungewissheit

    Die Deutschen, die aus Wuhan ausgeflogen werden sollen, haben sich schon am Freitag am Flughafen der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen chinesischen Stadt versammelt. Voraussichtlich werden sie die Nacht am Flughafen ausharren müssen, weil der Flieger rund zehn Stunden bis China braucht. Nach dpa-Informationen sollen rund 130 Menschen zurückgeholt werden - rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit. Diese müssen einen Teil der Reisekosten selbst übernehmen: Pro Sitzplatz müssen dabei laut Medienberichten die Preise eines durchschnittlichen Economy-Tickets bezahlt werden, die bei einem Linienflug auf der gleichen Route angefallen wären.

    ​Auf dem Rückweg wird die Maschine einen Zwischenstopp in Moskau einlegen. Dort wartet eine weitere Crew, die das Flugzeug weiter nach Deutschland fliegen wird. Die Ankunft in der Bundesrepublik ist für Samstagmittag geplant. In Deutschland angekommen, werden die Passagiere aus China durch das Bundesministerium für Gesundheit zum Luftwaffenausbildungsbataillon in Germersheim in der Südpfalz befördert.

    Wenige Quadratmeter müssen reichen

    Auf Twitter hat die Luftwaffe nun Fotos und ein kurzes Video veröffentlicht, wie die Unterkünfte aussehen werden, in denen die Passagiere einige Tage unter Quarantäne stehen werden. Zu sehen ist dabei ein kleines Zimmer mit Doppelstockbett für zwei Personen, einem eigenen Badezimmer, Fernseher und Sitzgelegenheiten. Auch Bettwäsche und einige Bücher werden den Betroffenen anscheinend gestellt.

    ​Bislang gibt es unter den ausgeflogenen Personen keine Verdachtsfälle auf eine Coronavirus-Erkrankung. Die Quarantäne ist also eine reine Vorsichtsmaßnahme, der sich allerdings alle freiwillig von der Luftwaffe transportierten Insassen unterziehen müssen. Sollte doch einer der Passagiere Krankheitssymptome zeigen, wird er in die Uniklinik in Frankfurt am Main gebracht. In der Quarantäne auf dem Kasernengelände müssten die Passagiere rund 12 bis 13 Tage bleiben, denn die maximale Inkubationszeit des Coronavirus beträgt zwei Wochen. Die Zeit des Fluges kann davon bereits abgezogen werden.

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    Tags:
    Coronavirus, China, Wuhan, Deutschland, Luftwaffe