15:32 29 November 2020
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    Nachrichtenüberblick: Mehr Tote in China durch neuen Virus als bei Sars; Terrorattacke in London - Täter wohl verurteilter Islamist; Johnson will sich nicht auf EU-Standards einlassen; CDU-Minister gewinnt erste Runde der OB-Wahl in Leipzig; Wuhan-Rückkehrer in Niederlanden eingetroffen; Spott für Trump-Tweet nach Super Bowl

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Mehr Tote in China durch neuen Virus als bei Sars

    Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete heute den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An dem neuen Coronavirus starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote - mehr als es durch Sars 2002/2003 in China gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen. Die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um 2829 auf 17.205 Fälle. Chinesische Fachleute rechnen allerdings nun doch erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik.

    Terrorattacke in London - Täter wohl verurteilter Islamist

    Während der Beschattung durch Anti-Terror-Ermittler hat ein vor kurzem freigelassener Sträfling auf offener Straße zwei Menschen mit einer Stichwaffe verletzt. Ein drittes Opfer erlitt bei dem Vorfall Verletzungen durch Glassplitter - der Täter wurde nach Polizeiangaben wenige Minuten nach Beginn der Attacke erschossen. Der 20-Jährige war laut Ermittler 2018 zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er Material für einen islamistisch motivierten Terroranschlag gesammelt und Propaganda verbreitet hatte.

    Johnson will sich nicht auf EU-Standards einlassen

    Der britische Premierminister Boris Johnson will sich auf keinen Fall vertraglich auf die Einhaltung von EU-Standards bei Umweltschutz, Arbeitnehmerrechten und staatlichen Wirtschaftshilfen festlegen lassen. Das geht aus vorab verbreiteten Auszügen einer Rede hervor, die Johnson heute halten will. Der Premier will darin seine Verhandlungsziele bei den anstehenden Gesprächen über die künftigen Beziehungen zur EU präsentieren. Es gebe für Großbritannien genauso wenig Grund wegen eines Freihandelsabkommens die Regeln der EU in Kauf zu nehmen wie andersherum, so Johnson.

    CDU-Minister gewinnt erste Runde der OB-Wahl in Leipzig

    Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow hat überraschend die erste Runde der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig gewonnen. Der Jurist bekam 31,6 Prozent der Stimmen - und lag damit vor Amtsinhaber Burkhard Jung von der SPD. Dieser verlor im Vergleich zur vorigen Wahl mehr als zehn Prozentpunkte und kam auf 29,8 Prozent. Weil keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, wird es in vier Wochen in Sachsens größter Stadt eine zweite Runde geben. In Sachsen gibt es keine Stichwahl, sondern alle Kandidaten können erneut antreten.

    Wuhan-Rückkehrer in Niederlanden eingetroffen

    Auch in den Niederlanden sind nun Rückkehrer aus der stark vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Metropole Wuhan eingetroffen. 15 Niederländer sowie zwei chinesische Partner wurden in der Nacht zum Montag mit einem Bus von Brüssel zum Flughafen Eindhoven gebracht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Sie sollen bis auf weiteres in einer Isolierstation des Militärs untergebracht werden. Tests in Brüssel hätten bei keinem von ihnen Hinweise auf eine Infektion mit dem Virus ergeben, teilte das Gesundheitsministerium mit.

    Spott für Trump-Tweet nach Super Bowl

    Durch eine fehlerhafte Gratulation für den neuen Super-Bowl-Champion hat sich Donald Trump Spott im Internet eingehandelt. Nach dem 31:20-Sieg der Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers schrieb der US-Präsident auf Twitter über das fantastische Comeback des Sieger-Teams und fügte hinzu: Ihr habt den großartigen Bundesstaat Kansas und, genau genommen, die ganze USA so gut vertreten. Unser Land ist stolz auf Euch. Die Stadt Kansas City liegt allerdings nicht im US-Bundesstaat Kansas, sondern am westlichen Rand von Missouri an der Grenze zu Kansas. Der Tweet wurde schnell wieder gelöscht, wenige Minuten nach dem Original erschien eine zweite Version, die Kansas City korrekt in Missouri verortete. Die frühere demokratische Senatorin Missouris, Claire McCaskill, veröffentlichte einen Screenshot des ersten Trump-Tweets und bezeichnete den US-Präsidenten als Idioten.

    mk/ae/dpa

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    Tags:
    Donald Trump, Spott, Virus, Islamist, London, China