15:34 10 April 2020
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    Die Zahl der Todesopfer nach dem Beschuss von Einheiten der türkischen Streitkräfte ist laut dem Verteidigungsministerium des Landes auf sechs gestiegen. Zuvor war die Rede von vier Toten.

    „Einer unserer Soldaten und ein Mitarbeiter des Zivilpersonals“, die durch den Angriff unserer Einheiten vom 3. Februar verletzt wurden, kamen demnach ums Leben. Damit beläuft sich die Zahl der Todesopfer auf sechs.

    Am Montag war berichtet worden, dass vier türkische Militärs und weitere neun bei dem Beschuss seitens der syrischen Armee in Idlib getötet beziehungsweise verletzt worden waren.

    Später erklärte der türkische Staatschef, Recep Tayyip Erdogan, dass die türkischen Jagdflugzeuge F-16 mindestens 40 Ziele im Nordwesten Syriens angegriffen hätten.

    Russlands Versöhnungszentrum kommentiert

    Am Montag teilte unter anderem das russische Versöhnungszentrum in Syrien mit, dass die türkischen Truppen Russland nicht über ihre Bewegungen in der Idliber Deeskalationszone informiert hätten.

    „Die Einheiten der türkischen Truppen haben sich in nächtlichen Stunden vom 2. auf 3. Februar ohne Informierung der russischen Seite innerhalb der Idliber Deeskalationszone bewegt und sind unter Feuer der Regierungstruppen gegen Terroristen in einer Region westlich der Ortschaft Sarakeb geraten“, hieß es.

    Idlib

    In Idlib befindet sich eine der vier so genannten Deeskalationszonen, die 2017 unter Vermittlung Russlands, des Iran und der Türkei etabliert worden waren, um Zivilisten einen Ausweg aus den Kriegsgebieten zu ermöglichen. Anders als die drei anderen Deeskalationszonen wird Idlib immer noch nicht von der Regierung in Damaskus kontrolliert.

    Neben Millionen von Zivilisten werden dort Zehntausende extremistische Kämpfer und Terroristen vermutet. Die größten Gruppen sind die von der Türkei unterstützte Nationale Befreiungsfront und die Terrormiliz al-Nusra-Front*.

    *Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten

    ak/ae/sna

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    Tags:
    Militärs, Russland, Todesopfer, Idlib, Syrien, Türkei