18:04 19 September 2020
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    Eine Italienerin hat sich mit Beschwerden über Haarwuchs auf dem Zahnfleisch an Ärzte gewandt, heißt es in einem Beitrag in der Zeitschrift „Oral Surgery, Oral Medicine, Oral Pathology, Oral Radiology“.

    Die junge Frau soll 2009 zum ersten Mal bei Ärzten Hilfe gesucht haben. Die braunen Haare wuchsen damals am Gaumen, hinter ihren Zähnen, und ähnelten Wimpern. Die Ärzte diagnostizierten bei der 25-jährigen Patientin das polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS), das häufig mit überschüssigem Haarwuchs im Gesicht und am Körper einhergeht.

    Die Haare seien dann chirurgisch entfernt und die Frau mit hormonellen Medikamenten behandelt worden. Für einige Zeit soll ihr die Behandlung geholfen haben, aber Jahre später erschienen die Haare wieder und in noch größerer Anzahl.

    Diesmal entfernten die Spezialisten nicht nur die Haare, sondern nahmen auch Gewebeproben zur Analyse. Unter einem Mikroskop fanden sie einen Haarschaft, der durch ungewöhnlich verdicktes Zahnfleischgewebe drängte.

    Die Experten sollen noch keine einheitliche Erklärung für das Phänomen gefunden haben. Sie schließen nicht aus, dass die Italienerin zeitlebens Medikamente einnehmen muss, die den hormonellen Hintergrund korrigieren sollen.

    Das Auftreten von Haaren im Inneren des Mundes ist ein äußerst seltenes Ereignis mit unbekannter Ätiologie. Zuvor waren nur fünf solcher Fälle auf der ganzen Welt bekannt – alle bei Männern.

    aa/sb

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    Tags:
    Phänomen, Hormone, Behandlung, Haare, Zähne