02:09 01 April 2020
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    Nachrichtenüberblick: Übergriffe auf FDP nach Thüringen-Wahl; Orkan über Deutschland; Mehr Abschiebungen durch No-Name-Buchungen; Zahl neuer Coronavirus-Infektionen steigt weiter; Unwetter in Australien; Oscar-Nacht in Hollywood

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Übergriffe auf FDP nach Thüringen-Wahl

    Nach der Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen sehen sich Vertreter der FDP Anfeindungen ausgesetzt. Es habe Vandalismus gegen Einrichtungen, Bedrohungen und Übergriffe im gesamten Bundesgebiet gegeben, teilte die FDP-Zentrale in Berlin auf Anfrage des Tagesspiegel mit. So habe etwa die FDP-Politikerin Karoline Preisler in Mecklenburg-Vorpommern nach einem Angriff mit Feuerwerkskörpern zusammen mit ihrer Tochter fliehen müssen. Kemmerich erhalte rund um die Uhr Personenschutz. Heute trifft sich die Landtagsfraktion der Linken in Erfurt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Linke, die die stärkste Fraktion im Landtag stellt, verlangt Garantien von CDU und FDP, bevor sie ihren Spitzenmann Bodo Ramelow erneut in eine Ministerpräsidentenwahl im Landtag schickt. Ramelow hatte die Wahl gegen Kemmerich mit einer Stimme verloren. Dass der FDP-Politiker auch mit AfD-Stimmen ins Amt kam, sorgte bundesweit für Empörung.

    Orkan über Deutschland

    Orkantief „Sabine“ fegt über Deutschland und bremst die meisten Verkehrsverbindungen aus. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn steht bis mindestens 10:00 Uhr komplett still - das Unternehmen erwartet Störungen noch den ganzen Montag über. Auch beim regionalen Bahnverkehr geht in vielen Regionen flächendeckend nichts. An den Flughäfen fallen Hunderte Starts und Landungen aus. Vor allem in Nordrhein-Westfalen wurden Menschen von umstürzenden Bäumen oder herumfliegenden Gegenständen verletzt. Im Südosten Deutschlands komme noch alles, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am frühen Morgen sagte. Sabine soll noch stundenlang weiter stürmen.

    Mehr Abschiebungen durch No-Name-Buchungen

    Durch „No-Name-Buchungen“ und eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Ländern will Bundespolizei-Präsident Dieter Romann die Zahl der gescheiterten Abschiebungen reduzieren. Damit sich auch in Zukunft genügend Beamte als Freiwillige für die oft physisch und psychisch belastenden Rückführungen melden, sollen die Arbeitsbedingungen verbessert werden. In einem internen Schreiben der Bundespolizei, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist von einer Storno-Quote bei Rückführungen von über 50 Prozent die Rede. Damit künftig weniger unbegleitete Rückführungen abgesagt werden müssen, weil der ausreisepflichtige Ausländer nicht angetroffen wird oder nicht reisefähig ist, soll es nach den Vorstellungen der Behörde nun bis drei Stunden vor Abflug keine namentliche Zuordnung des Rückzuführenden zu einem Flug mehr geben.

    Zahl neuer Infektionen steigt weiter

    Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 900 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen stieg auf mehr als 40.000 Fälle. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt worden, davon 14 in Deutschland.

    Unwetter in Australien

    Heftige Unwetter und sintflutartige Regenfälle haben im Osten Australiens Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Es wurde eine Unwetterwarnung für die gesamte Küstenregion des Bundesstaates New South Wales herausgegeben. In Teilen des Staates sei die Flutgefahr lebensgefährlich, hieß es. Einige tief gelegene Vororte von Sydney, der Hauptstadt des Bundesstaates, mussten evakuiert werden. Seit September haben Buschfeuer im Osten Australiens Millionen Hektar niedergebrannt. Einige Brände wurden von den starken Regenfällen der vergangenen Tage gelöscht.

    Oscar-Nacht in Hollywood

    Der Südkoreaner Bong Joon Ho hat mit seinem Film „Parasite“ den Oscar für die beste Regie gewonnen. Der 50-Jährige hatte zuvor in der Nacht in Hollywood bereits den Oscar für das beste Original-Drehbuch gewonnen. Brad Pitt und Laura Dern gewannen Oscars als beste Nebendarsteller. Pitt wurde für seine Rolle in dem Quentin-Tarantino-Film „Once Upon a Time in Hollywood“ ausgezeichnet, Dern für „Marriage Story“ des Regisseurs Noah Baumbach. Der Oscar für die beste Hauptdarstellerin ging an Renée Zellweger. Sie wurde nun für ihre Rolle der Sängerin Judy Garland in dem biografischen Film Judy geehrt. Einen Oscar als bester Schauspieler bekam Joaquin Phoenix für seine Darstellung des späteren Batman-Gegenspielers in Joker.

    ai/dpa

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    Tags:
    Coronavirus, Orkan, Thüringen, FDP, Deutschland