03:42 14 Juli 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    012
    Abonnieren

    Der Sturm „Ciara“, der in Deutschland „Sabine“ heißt, hat in der Nacht auf Montag das erste Todesopfer in Schweden gefordert, berichtet der Sender SVT Nyheter.

    Eine Windböe trug ein Fischerboot mit zwei Männern an Bord in die Mitte eines Sees hinaus. Dabei ist ein Mensch ums Leben gekommen, zudem gilt ein weiterer als vermisst.

    Bei der Rettung der beiden Fischer waren Tieftaucher und ein Hubschrauber im Einsatz. Einer der Männer konnte aus dem Wasser gerettet werden, er verstarb jedoch danach im Krankenhaus. Der zweite wird vermisst.

    Wegen des Sturms stornieren die Flughäfen in Zürich und Genf vorübergehend einen Teil der Flüge. Laut der Wettervorhersage werden die Windböen am Montag eine Geschwindigkeit von 140 Stundenkilometern erreichen. Im Gebirge in einer Höhe von etwa 2000 Metern können Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern vorkommen.  

    Schäden in Belgien

    „Ciara“ hat in Belgien etliche Schäden angerichtet. Verletzt wurde nach ersten Medienberichten niemand, als vielerorts im Land Bäume und Baugerüste umstürzten. In Brüssel löste der Wind Teile einer Leichtbaufassade, die vom sechsten und siebten Obergeschoss auf die Straße fielen. Auch etliche Dächer deckte der Sturm ab. Bahnen fuhren auf vielen Strecken verspätet oder eingeschränkt.

    Im Hafen von Antwerpen kippten aufeinandergestapelte Container um. In Blankenberge an der Küste wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde gemessen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete. 

    Frankreich: Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Der Sturm hat zu Stromausfällen in rund 130.000 Haushalten in Nord- und Ostfrankreich sowie im Großraum Paris geführt, berichtet die dpa unter Berufung auf den Netzbetreiber Enedis am Montag. In Nord- und Ostfrankreich wurden zahlreiche Verbindungen mit Regionalzügen gestrichen. An den Hauptstadt-Flughäfen Charles de Gaulle und Orly wurden Medienberichten zufolge rund 50 Flüge annulliert. „Ciara“ war am Sonntag auf Frankreichs Küste getroffen. Die Sturmböen erreichten in der Nacht zu Montag den Osten mit Regionen wie dem Elsass und Lothringen.

    Orkantief in Tschechien

    Das Orkantief ist am Montag auch über Tschechien hinweggefegt. Rund 100.000 Haushalte waren ohne Elektrizität, weil Stromleitungen durch umstürzende Bäume beschädigt wurden. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um Straßen freizuräumen und Dächer zu sichern - innerhalb einer Stunde wurden landesweit mehr als 250 Einsätze gezählt.

    Im Bahnverkehr kam es zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen.

    Der Orkan erreichte auf der 1603 Meter hohen Schneekoppe (Snezka) im Riesengebirge eine Spitzengeschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde. Der staatliche Wetterdienst CHMU hatte die höchste Warnstufe für Unwetter ausgerufen. Zahlreiche Schulen, öffentliche Parks und Zoologische Gärten blieben als Vorsichtsmaßnahme geschlossen.

    Deutschland

    In mehreren Regionen Bayerns ist wegen durch Bäume und Äste beschädigter Stromleitungen die Elektrizität ausgefallen. Rund 50.000 Haushalte sind ohne Strom. Das Orkantief hat auch zu Hunderten Flugausfällen in Deutschland geführt.

    Das Orkantief hat es auf dem Feldberg im Schwarzwald mit Böen von mehr als 170 Stundenkilometern stürmen lassen. Um 7:00 Uhr am Montagmorgen seien dort 177 Stundenkilometer registriert worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit.

    om/ae

    Zum Thema:

    Aus Hongkong in USA geflohene Virologin offenbart „Wahrheit“ über Covid-19
    „Coronawahnsinn“ und „Maskenfetisch“- Carolin Matthie schießt scharf
    Putin nennt Grund für Verschlechterung der Beziehungen zu Ukraine