12:08 26 September 2020
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    In Südkorea hat ein Produktionsteam die verstorbene Tochter einer Frau aufwändig in der virtuellen Realität nachgebildet und sie dann mit ihrer Mutter zusammengebracht. Der koreanische Sender MBC zeigte den herzergreifenden Moment in der TV-Dokumentation „I Met You“.

    Die Mutter konnte mit ihrer virtuellen Tochter reden, sie streicheln und ihren Geburtstag mit auf einer Torte angezündeten Kerzen feiern.

    Die 7-jährige Nayeon starb im Jahr 2016 an Leukämie. Seitdem trauert die Mutter Jang Ju-sung um ihre Tochter, das dritte ihrer vier Kinder.

    Etwa acht Monate lang hatte das Produktionsteam an einem möglichst detailgetreuen, virtuellen Abbild von Nayeon gearbeitet – mit ihrer Stimme, ihrem Gesicht und Körper. Dann wurde die Mutter in das Virtual Reality Studio eingeladen, wo sie sich auf einem friedlichen Grasfeld wieder fand und ihre verstorbene Tochter in die Arme schließen konnte.

    Indes äußerten einige Experten die Meinung, dass das Nachbilden von Toten in der Virtual Reality zu unerwarteten, darunter auch gesundheitlichen, Folgen führen könne. Diese Dokumentation wirft erneut die Frage auf, wo die ethischen Grenzen bei der Nutzung von VR-Technologien liegen.  

    Jang Ju-sung ist nach ihren eigenen Worten sehr glücklich, ihr verstorbenes Kind zumindest in der virtuellen Realität sehen zu können. Zudem brachte sie die Hoffnung zum Ausdruck, dass viele Menschen ihre Tochter nach dieser Vorführung im Gedächtnis behalten würden.   

    ns/ae/sna

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    Tags:
    Sender MBC, Abbild, Virtual Reality, Tochter, Frau, Japan