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    Nach dem Amoklauf eines Soldaten in der thailändischen Stadt Khora hat sich der Militärchef von Thailand, Apirat Kongsompong, am Dienstag bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt. Darüber schreibt die Zeitung „Bangkok Post“.

    „Es tut mir leid, und ich möchte mein tiefes Beileid ausdrücken wegen dieser Tragödie, bei der ein Soldat der königlichen thailändischen Armee der Täter war“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Bangkok.

    „Geben Sie nicht den Soldaten die Schuld“, so der Militärchef und fügte hinzu, er habe den Obersergeanten Jakapanth Thomma gemeint.

    Für Kritik sei er offen, zudem kündigte er Änderungen beim Militär an. So soll es künftig die Möglichkeit für Soldaten geben, Beschwerden über ihre Vorgesetzten einzureichen.

    Tatmotiv 

    Zudem nannte der Militärchef das Motiv des Täters. Dieser sei von seinem Vorgesetzten und dessen Verwandten ungerecht behandelt worden. Bei einem privaten Immobiliengeschäft seien Absprachen bei der Zahlung gebrochen worden.

    Amoklauf in Thailand

    In der thailändischen Stadt Khorat in der Provinz Nakhon Ratchasima, die sich rund 260 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangkok befindet, hatte ein Soldat der Bodentruppen am Samstag im Einkaufszentrum Terminal 21 mit einem Maschinengewehr das Feuer eröffnet. Dabei tötete er nach jüngsten Angaben insgesamt 29 Menschen. 58 weitere wurden verletzt.

    Nach seinen Todesschüssen nahm der Soldat, der inzwischen als Obersergeant Jakapanth Thomma identifiziert worden ist, im dritten Stockwerk des Einkaufszentrums mehrere Menschen als Geiseln.

    Polizisten und anderen Sicherheitskräften gelang es, Hunderte Menschen aus dem Gebäudekomplex zu retten. Danach riegelten sie das Einkaufszentrum ab, spürten den Schützen auf und töteten ihn.

    Laut der Zeitung „Thai Rath“ hatte der Amokläufer vor seiner Ankunft im Einkaufszentrum einen Militärwagen vom Typ HamVee auf dem Gelände eines unweit der Stadt dislozierten Truppenteils entwendet und dabei Fotos und Videos von sich in Kampfausrüstung verbreitet.

    Laut Apirat hatte der Soldat Waffen aus einem Militärstützpunkt in der nordöstlichen Provinz Nakhon Ratchasima gestohlen und ein Blutbad angerichtet. Er habe seine Kameraden bedroht und auf ein Schloss geschossen, um an das Waffenlager zu kommen. Für Thailand war es der schlimmste Amoklauf im südostasiatischen Land in den vergangenen Jahren.

    ns/ae

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    Tags:
    Entschuldigung, Amoklauf, Soldat, Apirat Kongsompong, Bangkok Post, Thailand