20:50 26 Oktober 2020
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    Archäologen haben in den spanischen Pyrenäen eine Höhle mit den Überresten von Menschen entdeckt, die vor etwa 7300 Jahren brutal ermordet wurden. Der Fund ist den Forschern zufolge als uraltes Zeugnis von Fremdenfeindlichkeit oder Ressourcenstreit zu betrachten. Eine entsprechende Studie wurde im britischen Magazin „Nature“ veröffentlicht.

    Demnach ist der Fund in der Els Trocs-Höhle in der spanischen Provinz Huesca gemacht worden. Insgesamt hätten die Forscher die sterblichen Überreste von 13 Menschen entdeckt, die ihrer Meinung nach nicht zur gleichen Zeit, sondern mit einem Unterschied von etwa tausend Jahren starben. 

    ​Dabei hätten sich die Archäologen auf eine Gruppe von neun Personen – fünf Erwachsene und vier Kinder – aus der frühesten Beisetzung konzentriert. Radiokarbondatierungen ergaben, dass ihr Tod zwischen 5325 und 5067 v. Chr. eingetreten sei, hieß es. 

    Opfer von gewaltsamen rivalisierenden Gruppen

    Fachleute hätten Spuren von Pfeilschüssen und durch stumpfe Gewalt verursachte Verletzungen ermittelt, woraus sie schließen konnten, dass diese Menschen Opfer von gewalttätigen rivalisierenden Gruppen gewesen seien. Fremdenfeindlichkeit oder auch massive Streitigkeiten um Ressourcen oder Privilegien könnten dahinterstecken, hieß es weiter.  

    ​Das Ausmaß der Gewalt von Els Trocs habe weder in Spanien noch im übrigen Europa archäologische Entsprechungen, so die Forscher.

    pd/sb/sna/

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    Tags:
    Streit, Ressourcen, Grund, Gewalt, Höhle, Spanien