10:25 02 Juni 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    2819
    Abonnieren

    Eine schwere Sturmflut hat am Mittwoch Hamburg heimgesucht. Darüber hinaus warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Sturmböen in der Hansestadt sowie in weiten Teilen Deutschlands.

    Die Pegelstände in der Hansestadt hätten 2,76 Meter höher als das mittlere Hochwasser gelegen, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie am Vormittag.

    Der Fischmarkt und einige Straßen am Hafen wurden nach Polizeiangaben überschwemmt. Niemand erlitt Verletzungen. Einige Autos mussten aus dem Wasser gezogen werden. Benutzer sozialer Netzwerke veröffentlichten Fotos und Videos der von dem Sturmtief „Sabine“ betroffenen Hafenstadt.

    Ausfälle bei der Bahn

    Die S-Bahn-Station Elbbrücken musste Medienberichten zufolge gesperrt werden, weil die Sturmfluten die Eingänge unter Wasser gesetzt hätten. Seit Montagnachmittag halten die S-Bahnen deshalb dort nicht und fahren durch.

    Wegen umgeknickter Bäume war eine Bahnstrecke bis Hamburg-Altona zeitweilig nicht befahrbar, so Medien. Bis zum Nachmittag mussten Fernzüge am Hauptbahnhof beginnen und enden.

    Heftige Böen peitschten über Deutschland

    Laut dem DWD treten am Mittwoch in mehreren Teilen Deutschlands Sturmböen aus südwestlicher und westlicher Richtung auf. In Hamburg muss demnach mit einer Windstärke von bis zu 75 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. An der Nordsee- und Ostseeküste sind schwere Sturmböen um 100 Stundenkilometer zu erwarten.

    Überschwemmungen und Glatteis in Schleswig-Holstein

    Neben Hamburg wurde auch die Nordseeküste in Schleswig-Holstein von einer Sturmflut getroffen. Hier lagen die Wasserstände rund eineinhalb Meter über dem mittleren Hochwasser. Überschwemmungen oder größere Schäden habe es laut Polizeiangaben dort aber nicht gegeben.

    Der Wetterdienst warnte darüber hinaus vor Glätte am Mittwochnachmittag an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste durch geringfügigen Schneefall.

    Sturmtief „Sabine“

    In den letzten Tagen fegt durch Europa der Sturm „Sabine“, der am Sonntag auch auf Deutschland getroffen ist. Eine 82 Jahre alte Frau mit ihrem Einkaufstrolley wurde am Dienstag in Niedersachsen von einer Windböe auf eine Straße gezogen und dort von einem Auto tödlich verletzt.

    Experten schätzten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters den versicherten Schaden durch den Orkan auf bis zu 700 Millionen Euro ein.

    mo/sb/dpa/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Wahrscheinlich sind es die Russen“ – selbst Trump lacht über diese CNN-Meldung
    Putin: Sukhoi-Erzeugnisse erregen „gewissen Schauder” bei Konkurrenten - Video
    Ausschreitungen in den USA: Trump droht mit Einsatz der Armee
    Russischer Corona-Impfstoff erfolgreich an Menschen getestet
    Tags:
    Sturm Sabine, Hamburg, Deutschland