10:22 04 Dezember 2020
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    Ein Mann hat im Zentrum der Hauptstadt der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad ein Ehepaar erschossen. Das teilte die Untersuchungsbehörde des Gebiets am Sonntag mit.

    Demnach ereignete sich der Vorfall am Samstag um 18.00 MEZ unweit des Zentralmarkts von Kaliningrad. Ein 63 Jahre alter Mann habe mit einem Jägerkarabiner mehrmals auf drei Passanten geschossen. Zwei Personen – ein Ehepaar – seien vor Ort ihren Verletzungen erlegen. Ihr 13-jähriger Sohn sei verletzt worden und musste ins Krankenhaus gebracht werden.   

    Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde wurde der Junge bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden, er müsse aber noch ambulant behandelt werden. Er sei von seiner Großmutter abgeholt worden.

    Nach der Bluttat unternahm der Schütze einen Selbstmordversuch und erlag etwas später auf der Intensivstation seinen Verletzungen.

    In einem Gespräch mit dem Fernsehsender „REN TV“ schilderte die Einwohnerin von Kaliningrad Jelena Sawina Details des Geschehens. Sie hat nach ihren eigenen Worten unweit des Tatorts gestanden und Schüsse vernommen. Ein Augenzeuge habe ihr erzählt, was vorgefallen war.

    „Ein junger Mann (ein Augenzeuge – Anm. d. Red.) hat erzählt, er habe einen Schuss gehört. Dieser Mann (der Schütze – Anm. d. Red.) hat nach der Tötung von Daschas (die getötete Frau – Anm. d. Red.) Ehemann über der Leiche gestanden und in die Luft geschossen, als ob er niemanden heranlassen wollte oder Warnschüsse abgegeben hätte, damit niemand mehr getötet wird. Dascha hat um Hilfe geschrien. Der Augenzeuge ist beiseitegetreten. Dann hat er Schüsse gehört. Der Schütze hat auf Dascha geschossen. Dann hat er noch einen Schuss abgegeben, als ob er ihr einen Todesstoß versetzen wollte“, so Sawina.     

    Unter anderem bestätigte die Frau, dass das Ehepaar auf dem Markt gearbeitet und „Premiumgemüse“ verkauft habe. 

    Nach vorliegenden Informationen waren das Ehepaar und der Schütze im Gemüsebusiness tätig. Die Frau sei schwanger gewesen. 

    Mordmotiv könnte eine persönliche Abneigung gewesen sein. Ein Strafverfahren sei eingeleitet worden.   

    ns/ae/sna 

     

     

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    Markt, Sohn, Ehepaar, Schütze, Ren TV, Krankenhaus, Untersuchung, Russland