00:22 12 Juli 2020
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    Während einer Kundgebung am Rande der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz hat ein Iraker versucht, sich selbst zu verbrennen. Dabei soll es sich um keinen Anschlag gehandelt haben, teilte die Polizei inzwischen mit.

    „Er wollte niemanden verletzen“, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Sonntag in München. Seit der Tat am Samstag befindet sich der 50-jährige Iraker in einer psychiatrischen Klinik. Er hat den Angaben zufolge mit einem Suizid auf die politische Situation in seinem Heimatland aufmerksam machen wollen.

    „Er hatte ein auf Deutsch geschriebenes Plakat dabei, war aber kein Teilnehmer der Demonstration“, hieß es.

    Der Mann habe sich am Münchner Karlsplatz plötzlich mit rund drei Litern Benzin übergossen und sich mit einem Feuerzeug in der Hand in die Versammlung begeben. Er habe durch Rufe auf sich aufmerksam gemacht, sagte ein vor Ort eingesetzter Bereitschaftspolizist am Sonntag. Mehrere Beamte hätten sich auf den 50-Jährigen geworfen und ihn festgenommen.

    Bei der Sicherheitskonferenz kamen am Wochenende etwa 40 Staats- und Regierungschefs sowie 100 Minister zusammen. Ein Aktionsbündnis hatte zu Protesten gegen die Großveranstaltung aufgerufen. An einem Demonstrationszug durch die Innenstadt nahmen nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen teil.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Selbstverbrennung, Demonstration, Münchner Sicherheitskonferenz