20:02 15 August 2020
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    In Usbekistan haben die Behörden nach eigenen Angaben einer Terroristenzelle das Handwerk gelegt. 21 Verdächtige wurden festgenommen, die mit einer internationalen Terrororganisation sympathisiert und eine Ausreise nach Syrien geplant haben sollen.

    Bei einer Razzia am Mittwoch seien insgesamt 18 Adressen in der Hauptstadt Taschkent durchsucht und 21 mutmaßliche Anhänger der internationalen Terrororganisation „Katiba Tawhid wal-Dschihad“ * festgenommen worden, teilte die Polizei von Taschkent mit.

    Nach Angaben der Polizei hatten die Verdächtigen mit einem Mann in Verbindung gestanden, der in Syrien kämpft.

    „Sie wollten ihm Finanzhilfe leisten und selber (nach Syrien – Red.) fahren und sich der Gruppe anschließen“, hieß es.

    Gegen die Verdächtigen wird wegen „Ausbildung oder Ausreise zwecks terroristischer Tätigkeit“ ermittelt. Nach usbekischem Recht stehen darauf Haftstrafen von bis zu sieben Jahren.

    Die russischen Behörden machen „Katiba Tawhid wal-Dschihad“ für den Selbstmordanschlag von 2017 in der U-Bahn von Sankt Petersburg verantwortlich. Damals waren neben dem Attentäter 15 weitere Menschen umgekommen.

    Festnahmen in Kasachstan und auf Krim 

    Am Dienstag waren im benachbarten Kasachstan zwei Männer wegen mutmaßlicher Planung von Terroranschlägen verhaftet worden. Laut Inlandsgeheimdienst KNB gehörten die beiden einer „destruktiven religiösen Strömung“ an, bei ihnen sei eine selbstgebastelte Bombe und Zutaten dafür gefunden worden.

    Am gleichen Tag gab es auch auf der russischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim Festnahmen wegen Terrorverdachts. Zwei Jugendliche in der Stadt Kertsch hätten zwei Anschläge auf Schulen geplant, teilten die Behörden mit. Bei den Verdächtigen zu Hause seien Sprengkörper sichergestellt worden. Die Einzelteile dafür sollen die beiden Schüler per Internet bestellt haben.

    leo/ae

    * Terrororganisation, in Russland verboten.

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    Tags:
    Festnahmen, Razzia, Verdacht, Terrorismus, Taschkent, Usbekistan