22:42 27 November 2020
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    Vor dem Hintergrund von Ermittlungen gegen Rechtsextremisten bei der hessischen Polizei sind die Wohnung und der Arbeitsplatz eines nach Berlin gewechselten Beamten durchsucht worden, wie die Berliner Polizei am Mittwoch mitteilte.

    Er steht demnach unter Rechtsextremismus-Verdacht – wegen einer WhatsApp-Chatgruppe.

    Bei der Durchsuchung am 7. Februar sollen mögliche Beweismittel beschlagnahmt worden sein, deren Auswertungen aktuell noch andauern. Bei dem Beamten soll es sich um einen 35 Jahre alten Polizeioberkommissar handeln. Gegen ihn wurde das Verbot ausgesprochen, Dienstgeschäfte zu führen. Ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet.

    ​Der Polizist sei Mitglied „in einem WhatsApp-Gruppenchat, in welchem unter anderem auch Gewaltdarstellungen und rechtsextreme Inhalte ausgetauscht worden sein sollen“. Nach Polizeiangaben erfolgte der Wechsel nach Berlin, bevor der Gruppenchat bekannt wurde.

    Ermittlungen gegen WhatsApp-Gruppe

    Moschee in Duisburg (Archivbild)
    © AFP 2020 / PATRIK STOLLARZ (ARCHIVFOTO)
    Das Landeskriminalamt Hessen und die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main ermitteln seit längerem wegen rechtsextremistischer Verdachtsfälle gegen Polizisten. Ursprünglich waren 38 Beamte, die zu einer Chatgruppe gehörten, im Visier. 17 Fälle wurden laut dem Innenministerium eingestellt, einige Polizisten wurden entlassen. Anfang Februar wurde noch gegen 13 Polizisten ermittelt. Größtenteils handelte es sich um das Teilen von rechtsextremen Sprüchen und Bildern.

    ns/ae/dpa

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    Tags:
    Landeskriminalamt (LKA), Ermittlungen, Chatgruppe, Polizist, Deutschland