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    Coronavirus auf dem Vormarsch: Chronologie der Ausbreitung (116)
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    Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in Chinaweist weist bereits einen Abwärtstrend auf. Dies geht aus einer Studie chinesischer Forscher hervor, die in der Zeitschrift „Chinese Journal of Epidemiology“ veröffentlicht wurde.

    Der Bericht befasst sich mit allen 72.314 Fällen der Infizierung mit dem Erreger, die bis zum 11. Februar festgestellt wurden, darunter bestätigte Fälle, Verdachtsfälle, klinisch diagnostizierte und asymptomatische Fälle. Die Studie beruhe auf Angaben des Chinesischen Zentrums für Bekämpfung und Prävention von Krankheiten (CCDC).

    Die Gesamtsterblichkeitsrate betrug demnach 2,3 Prozent. Bei den Männern war dieser Wert höher (2,8 Prozent) als bei den Frauen (1,7 Prozent). Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (die sogenannte Atypische Pneumonie) habe zwischen 2002 und 2003 zwar eine geringere Anzahl von Menschen getroffen, die Gesamtsterblichkeitsrate bei dieser Erkrankung habe jedoch zehn Prozent betragen.

    Unter den Kindern im Alter unter neun Jahren habe es keine Todesfälle gegeben, obwohl mindestens zwei neugeborene Babys sich mit dem Erreger von ihren Müttern angesteckt hätten.

    Die Gefahr nehme mit dem Alter zu: Bei Menschen im Alter unter 40 Jahren betrage die Sterblichkeitsrate 0,2 Prozent, bei Leuten in ihren Siebzigern steigt sie auf acht Prozent. Bei jenen über Achtzig mache die Sterblichkeitsrate schon 14,8 Prozent aus.

    Neben den älteren Leuten nehme das Sterberisiko auch bei Patienten mit chronischen Krankheiten wie kardiovaskulären Erkrankungen zu wie Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck und Krebs.

    Rund 86 Prozent der Infizierten hätten entweder in Wuhan gelebt oder die Stadt besucht.

    Diese Millionenstadt, in der der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit erstmals festgestellt worden war, wurde am 23. Januar gesperrt.

    Mediziner besonders anfällig

    Zu einer besonderen Risikogruppe würden die Mediziner zählen: In 3019 Fällen sei das medizinische Personal infiziert worden, 1688 Menschen würden sich in einem schweren Zustand befinden, fünf davon seien gestorben (Stand 11. Februar).

    Allerdings sei der Anteil der als schwer oder kritisch eingestuften Fälle bei dem medizinischen Personal in Wuhan von 38,9 Prozent Anfang Januar auf 12,7 Prozent Anfang Februar zurückgegangen. Im gesamten Land seien die schweren oder kritischen Fälle unter den Beschäftigten des Gesundheitswesens von 45,0 Prozent Anfang Januar auf 8,7 Prozent Anfang Februar ebenfalls zurückgegangen.

    Die Kurve des Ausbruchs der Symptome der Epidemie habe ihren Höhepunkt zwischen dem 23. und dem 26. Januar erreicht und habe später begonnen, bis hin zum 11. Februar abzunehmen.

    Die Verbreitung der Krankheit, vor allem außerhalb der Provinz Hubei, verlangsame sich.

    Allerdings fordern die Verfasser der Studie dazu auf, wachsam zu bleiben: Das 2019-nCoV und andere Coronaviren könnten sich im Laufe der Zeit weiter anpassen und virulenter werden.

    Nach Angaben der chinesischen Forscher werden etwa 80,9 Prozent der Infizierungsfälle als leicht eingestuft. 13,8 Prozent der Fälle würden mit schweren und 4,7 Prozent mit kritischen Symptomen verlaufen.

    Coronavirus-Epidemie

    Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 den Ausbruch einer Lungenentzündung gemeldet, die von dem neuartigen Coronavirus des Typs 2019-nCoV herrührt. Seitdem haben sich allein in Festland-China mehr als 74.100 Menschen mit dem Erreger angesteckt, mehr als 2000 sind gestorben. Über 14.400 Infizierte konnten genesen.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beträgt die Anzahl der Infizierten außerhalb Chinas mehr als 800, drei davon erlagen dem Erreger.

    Asch/ae

     

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    Tags:
    Forscher, Epidemie, Ausbruch, Studie, Coronavirus, China