22:13 27 November 2020
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    Coronavirus auf dem Vormarsch: Chronologie der Ausbreitung (116)
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    Zwei mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ sind in Japan gestorben. Dies berichtet der japanische TV-Sender NHK unter Berufung auf Regierungsquellen.

    Bei den Opfern handle es sich um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren demnach positiv getestet und von dem Schiff in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. Unterdessen ging die Ausschiffung der Passagiere der in Yokohama liegenden „Diamond Princess“ weiter.

    Zwei Russen infiziert

    Die russische Botschaft in Japan teilte am Donnerstag mit, dass die neugartige Lungenkrankheit bei weiteren zwei Russen an Bord der „Diamond Princess“ diagnostiziert wurde. „Die Russen fühlen sich gut“, es gebe keine stark ausgeprägten Symptome. Insgesamt befanden sich 24 russische Bürger an Bord des Kreuzfahrtschiffes.

    „Diamond Princess“

    Das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ hatte Yokohama am 20. Januar verlassen und war auf der Route Kagoshima-Hongkong-Okinawa unterwegs gewesen. Am 3. Februar sollte es nach Yokohama zurückkehren.

    Seit dem 3. Februar liegt es allerdings im japanischen Hafen von Yokohama auf der Reede – denn wie festgestellt wurde, hatte ein 80-jähriger Mann, der in Hongkong von Bord ging, eine Coronavirus-Infektion. Auch mehrere Passagiere hatten über Unwohlsein geklagt. Die japanischen Behörden beschlossen daraufhin, das Schiff auf Reede zu halten und alle Passagiere und Besatzungsmitglieder zu untersuchen.

    Zahl der Infektionen

    Bis zum Vortag waren unter den Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes 621 Infektionen nachgewiesen worden. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklärt.

    Neuartiges Coronavirus

    Ende Dezember hatte Peking die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenentzündung unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde etwas später das Coronavirus 2019-nCoV identifiziert.

    Jüngste Zahlen

    Die Zahl der Neuinfektionen in China ist nach offiziellen Angaben auf den tiefsten Stand seit Wochen gefallen – jedoch sorgt eine erneut geänderte Zählweise für Verwirrung. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Donnerstag mitteilte, ging die Zahl neu bestätigter Infektionen auf 394 Fälle zurück, nachdem es am Vortag noch 1749 gewesen waren. Die Zahl neuer Todesopfer wurde mit 114 angegeben.

    Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichen Papier der Gesundheitskommission hervorging, sollen klinische Diagnosen nicht mehr als offiziell bestätige Fälle in die Statistik einfließen. Die besonders betroffene Provinz Hubei hatte vergangene Woche damit begonnen, auch solche Diagnosen zu zählen, die auf einer Kombination von Faktoren wie etwa Lungenbildern und dem körperlichen Zustand beruhen. Nun sollen auch dort wieder nur Labortests maßgeblich sein, die aber laut Experten in der Vergangenheit auch offensichtliche Erkrankungen nicht immer gleich erkannt hatten.

    In Hubei gingen die neuen Infektionen am Donnerstag im Vergleich zum Vortag von 1649 auf 349 zurück. Mehrere Städte meldeten ebenfalls negative Zahlen bei den neuen Infektionen, was mit der erneut angepassten Zählweise zusammenhängen dürfte.

    Insgesamt haben in China nach offiziellen Angaben bislang 74.576 Menschen die Covid-19 genannte Lungenkrankheit, die vom Coronavirus ausgelöst wird. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

    Außerhalb des chinesischen Festlands sind bislang mehr als 1000 Infektionen und acht Todesopfer bekannt, in Deutschland sind es 16 Infizierte.

    ak/sb/dpa/sna

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    Japan, China, Russland, Tote, Coronavirus, Kreuzfahrtschiff Diamond Princess