14:12 09 April 2020
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    Nachrichtenüberblick: Kritik an AfD nach Anschlag von Hanau; EU-Gipfel ringt weiter um Lösung im Haushaltsstreit; Parlamentswahl im Iran; Rückkehrer in Deutschland erwartet; Karnevalsumzüge nach Anschlag; Lebenslang für Mord an Backpackerin

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Kritik an AfD nach Anschlag von Hanau

    Nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Anschlag von Hanau haben zahlreiche Politiker der AfD eine Mitschuld gegeben. Natürlich gebe es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Erstarken der AfD und der Zunahme rechter Gewalt, sagte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle fordert im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ Konsequenzen für die staatliche Sicherheitspolitik. Insbesondere der Umgang mit der AfD müsse verändert werden. Der Verfolgungsdruck auf die Überschneidung von Rechtsterrorismus und AfD müsse nach Hanau deutlich zunehmen. Unterdessen laufen die Ermittlungen zu der Bluttat mit elf Toten heute mit Hochdruck weiter.

    EU-Gipfel ringt weiter um Lösung im Haushaltsstreit

    Spitzenpolitiker und Fachleute der 27 EU-Staaten haben die ganze Nacht um einen Kompromiss im milliardenschweren Haushaltsstreit gerungen. Heute Morgen waren die bilateralen Gespräche zwischen den Delegationen und EU-Ratspräsident Charles Michel noch immer im Gange, erfuhr die DPA aus der Ratsverwaltung. Erst nach Ende dieser Gespräche wird sich entscheiden, ob eine Einigung auf diesem Gipfel möglich sein kann. Die Tagesordnung sah vor, dass die Staats- und Regierungschefs gegen 10 Uhr wieder in großer Runde zusammenkommen.

    Parlamentswahl im Iran

    Im Iran hat heute die Parlamentswahl begonnen. Mehr als 7000 Kandidaten bewerben sich um die 290 Mandate. Überschattet wurde der Urnengang im Vorfeld von der umstrittenen Ablehnung gemäßigter Kandidaten, die Präsident Hassan Ruhani nahestehen. Fast 75 Prozent der Kandidaten aus dem Ruhani-Lager sollen vom Wächterrat, der laut Verfassung für die ideologische Qualifikation der Kandidaten zuständig ist, disqualifiziert worden sein. Damit hat die Ruhani-Opposition beste Chancen, nach sieben Jahren wieder eine Wahl zu gewinnen.

    Rückkehrer in Deutschland erwartet

    Die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus steigt stetig an. In China sind innerhalb eines Tages wieder 118 Patienten gestorben. Mehr als ein Dutzend Rückkehrer aus der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen Millionenmetropole Wuhan in Zentralchina werden heute in Stuttgart erwartet. Deutsche Passagiere der Kreuzfahrtschiffe „Diamond Princess“ in Japan und „Westerdam“ in Kambodscha fliegen ebenfalls heim. Aus Furcht vor einer Verbreitung des Erregers im Iran schloss der Irak seine Grenze zu dem Nachbarland. In mehr als zwei einem Dutzend Ländern wurden bereits rund 1200 Infektionen und elf Tote gezählt.

    Karnevalsumzüge nach Anschlag

    Nach dem mutmaßlich rechtsradikalen Anschlag im hessischen Hanau mit elf Toten soll sich in vielen Städten nichts an den geplanten Karnevalsumzügen ändern. Im nahen Frankfurt am Main finden wie geplant zwei Umzüge statt, sagte ein Sprecher des Großen Rats der Karnevalvereine. Dort – wie auch andernorts – planten die Karnevalisten aber, mit der Polizei Rücksprache zur Sicherheitslage zu halten. In Köln und Düsseldorf wollen Wagenbauer inhaltlich auf den Anschlag Bezug nehmen. Der Hanauer Carnevalszug Verein teilte indes mit, den für Samstag geplanten Faschingsumzug in der Stadt abzusagen.

    Lebenslang für Mord an Backpackerin

    Er hatte sein Opfer über eine Dating-App kennengelernt, der Fall schlug hohe Wellen. Ein Neuseeländer hat für den Mord an einer britischen Rucksackreisenden eine lebenslange Haftstrafe bekommen. Der 28-Jährige muss nach dem Urteil des Gerichts in Auckland mindestens 17 Jahre im Gefängnis bleiben, bestätigte eine Justizsprecherin heute. Der Mann wurde schuldig gesprochen, die junge Frau am Abend vor ihrem 22. Geburtstag im Dezember 2018 erwürgt zu haben. Die Leiche packte er in einen Koffer und vergrub sie in der Nähe von Auckland, wo sie eine Woche später gefunden wurde. Die Tat löste international Entsetzen aus, es gab auch Mahnwachen für die junge Frau.

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