19:52 30 März 2020
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    Der US-Elektroautokonzern Tesla darf auf dem Gelände seiner geplanten Fabrik in Grünheide bei Berlin weiter Bäume fällen. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) die Eilanträge zweier Umweltverbände gegen die vorzeitige Zulassung des Rodens in zweiter Instanz zurückgewiesen. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

    Damit wird dem Elektroautobauer genehmigt, vor dem Beginn der Vegetationsperiode weiter Bäume auf einem Teil des Geländes zu fällen – es geht zunächst um rund 90 Hektar.

    Das Brandenburger Landesumweltamt hatte dem vorzeitigen Beginn der Baumfällarbeiten zugestimmt, die offizielle Genehmigung für den Bau der Fabrik steht aber noch aus.

    Rechtsstreitigkeiten rund um Waldrodung

    Der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg und der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern hatten deshalb die Rodung auf dem Gelände stoppen wollen. Die diesbezüglichen Eilanträge beider Verbände wurden vom Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) in der Vorwoche abgewiesen. Die Grüne Liga legte daraufhin Beschwerde ein. Das OVG untersagte zuerst die weitere Waldrodung, nahm aber etwas später seine Entscheidung zurück – mit der Begründung, die gesetzlichen Voraussetzungen für den vorzeitigen Beginn der Errichtung der Anlage seien zu Recht bejaht worden.

    Die Grüne Liga zeigte sich enttäuscht. Anwalt Dirk Teßmer sagte: „Wir waren optimistisch, dass es anders ausgeht.“ Der Versuch eines Vergleichs der Grünen Liga Brandenburg mit Tesla war zwischenzeitlich gescheitert. (Darüber hatten die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ aus Berlin berichtet.) Der Grund dafür war laut dem Bericht, dass der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern seine Beschwerde gegen den abgewiesenen Eilantrag nicht zurücknimmt.

    Zukünftige Tesla-Fabrik in Grünheide

    Tesla will in Grünheide bei Berlin ab nächstem Jahr rund 500.000 Elektrofahrzeuge im Jahr bauen. Wegen des Beginns der Vegetationsperiode sollte die Rodung auf dem Gelände bis Ende Februar abgeschlossen sein. Das Gelände, auf dem der Wald steht, ist als Gewerbegebiet ausgewiesen. Der Wald besteht zum Großteil aus Kiefern. Tesla hat angekündigt, freiwillig mehr als die gefällte Waldfläche neu zu pflanzen.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Tesla, USA, Deutschland