17:48 26 November 2020
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    Die Bundespolizei hat am Freitagmorgen am Dortmunder Flughafen die Ausreise von mutmaßlichen Mitgliedern der rechten Szene verhindert, heißt es in der Mitteilung der Behörde auf Twitter.

    Die Beamten überprüften demnach 22 Personen, die verdächtigt worden seien, an einer regelmäßig von Rechtsextremisten besuchten Veranstaltung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia teilnehmen zu wollen.

    „Wie viele geflogen sind und wie viele wir stoppen konnten, ist noch unklar, der Einsatz läuft noch“, sagte ein Sprecher.

    Alle kontrollierten Personen seien deutsche Staatsangehörige gewesen. Eine Ausreise nach Bulgarien sei bereits für eine Frau und acht Männer untersagt worden. Ihre Reisedokumente sollen auf Grundlage des Passgesetzes eingezogen worden sein.

    Die 13 anderen Personen hätten aber an Bord gehen können, weil ihre Teilnahme an dem Marsch nicht nachgewiesen werden könnte.

    Der sogenannte Lukow-Marsch finde am 22. Februar in Gedenken an den früheren bulgarischen Kriegsminister und Ultranationalisten Hristo Lukow (1887-1943) in Sofia statt. Er gelte seit Jahren als Treffen Rechtsextremer aus dem In- und Ausland. Sofias Bürgermeisterin Jordanka Fandakowa soll diese Veranstaltung verboten haben. Ein Verwaltungsgericht hatte 2019 ein ähnliches Verbot allerdings gekippt.

    aa/mt/dpa

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    Tags:
    Marsch, Sofia, Ausreise, Rechtsextremisten, Polizei, Flughafen, Dortmund