19:33 06 Juni 2020
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    Nahrichtenüberblick: Auf und Ab nach Schließen der Wahllokale in Hamburg; Anhörungen im Auslieferungsverfahren von Assange beginnen in London; Norditalien: Sperrzonen und Hamsterkäufe wegen Coronavirus; Drittplatzierter US-Demokrat Buttigieg zweifelt Ergebnis von Nevada an

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kurzform, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Auf und Ab nach Schließen der Wahllokale in Hamburg

    Die SPD könnte einen noch deutlicheren Sieg in Hamburg einfahren, als in der Prognose am Wahlabend vorhergesagt. Gleiches gilt für die Grünen, die ihren Stimmenanteil verdoppeln konnten. Die Linke konnte sich verbessern, während die FDP um den Einzug in die Hamburger Bürgerschaft bangen muss. Die AfD scheint hingegen doch sicher im Hamburger Parlament. Nach einigen Unklarheiten nach Prognose und ersten Hochrechnungen, bedingt durch das etwas komplizierte Hamburger Wahlsystem, sah es zunächst so aus, als hätten AfD und FDP die 5%-Hürde nicht geschafft. Ein halbwegs sicheres vorläufig endgültiges Wahlergebnis wird für Montagabend erwartet.

    Anhörungen im Auslieferungsverfahren von Assange beginnen in London

    Im Verfahren wegen einer möglichen Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA beginnen heute in London die Anhörungen. Washington verlangt die Auslieferung des 48-jährigen Australiers. Er wird dort wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstößen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Wikileaks hatte 2010 hunderttausende geheime Papiere vor allem zum Irak-Krieg ins Internet gestellt, die Kriegsverbrechen – wie unter anderem Mord an Zivilisten und Misshandlung von Gefangenen – aufdeckten. Der UN-Sonderbeauftragte für Folter Niels Melzer erhebt schwere Vorwürfe gegen Schweden, das Assange wegen angeblicher Vergewaltigung jahrelang in einem juristischen Schwebezustand hielt, sowie gegen Großbritannien, das dieses Vorgehen unterstützte und gegen die USA, die aus seiner Sicht Rache an Assange nehmen und ein Exempel statuieren wollen, um andere Whistleblower abzuschrecken, weil er Kriegspraktiken und -verbrechen der USA offenlegte. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ erklärte, eine Auslieferung Assanges an die USA wäre ein Angriff auf die Pressefreiheit.

    Norditalien: Sperrzonen und Hamsterkäufe wegen Coronavirus

    Die Zahl der Infizierten in Italien ist auf 150 gestiegen. Mindestens drei Menschen starben bislang an der Infektion. Die italienische Regierung verhängte drastische Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Dennoch stieg die Zahl der Infizierten zuletzt rasant an. Die italienischen Behörden ordneten an, elf Städte in Norditalien, darunter allein zehn Gemeinden in der Provinz Lodi, zu Sperrzonen zu erklären. Insgesamt 52.000 Menschen stehen praktisch unter Quarantäne. Das öffentliche Leben in vielen Gegenden in Norditalien ist wegen des Coronavirus-Ausbruchs praktisch zum Stillstand gekommen. Der berühmte Karneval von Venedig wurde vorzeitig abgebrochen, auch Sportveranstaltungen wurden abgesagt.

    Drittplatzierter US-Demokrat Buttigieg zweifelt Ergebnis von Nevada an

    Nach dem Debakel von Iowa droht den US-Demokraten nun auch Ärger mit der Vorwahl in Nevada: Kandidat Pete Buttigieg moniert angebliche „Unregelmäßigkeiten und eine Reihe ungeklärter Fragen“. Er hat Zweifel an den Ergebnissen der Vorwahl in Nevada angemeldet und seine Platzierung in Frage gestellt. Buttigiegs Wahlkampfteam habe die Demokratische Partei in Nevada am Sonntag in einem Brief wegen festgestellter „Unregelmäßigkeiten“ zur Veröffentlichung bestimmter Abstimmungsdaten und Berichtigung angeblicher Fehler aufgefordert.

     

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    Tags:
    Julian Assange, Coronavirus, Hamburg