13:57 28 Oktober 2020
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    Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Opfer im Iran ist auf 12 gestiegen. Das bestätigte Gesundheitsminister Saeid Namaki am Montag. Laut Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur sind bislang insgesamt 61 Menschen aus sechs verschiedenen Teilen des Landes positiv auf das Virus getestet worden.

    Der Ausbruch des Coronavirus im Iran in der vergangenen Woche war möglicherweise auch ein Grund für die geringe Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen am vergangen  Freitag. Die Wahlbeteiligung war mit nur 42,57 Prozent deutlich niedriger als von der politischen Führung erwartet.Die Koalition der Konservativen und Hardliner, die in Opposition zu den Reformern um Präsident Hassan Ruhani steht, hat die Parlamentswahl im Iran wie erwartet gewonnen.

    Im Nachbarland Afghanistan wurde am Montag der erste Fall einer Erkrankung bestätigt. Er sei in der Provinz Herat im Westen des Landes aufgetreten, wie Gesundheitsminister Firusuddin Firus in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz sagte. Herat grenzt an den Iran. Firus riet seinen Landsleuten dringend, nicht nach Herat oder aus Herat in andere Landesteile zu reisen. Afghanistan hat vorübergehend seine Grenze zum Iran geschlossen.

    Auch die beiden Staaten Bahrain und Kuwait auf der Arabischen Halbinsel bestätigten am Montag erste Fälle des Coronavirus. Das Gesundheitsministerium in Kuwait teilte mit, dass bei drei Menschen, die aus der iranischen Stadt Maschhad nach Kuwait zurückgekehrt seien, das Virus nachgewiesen worden sei. Auch bei dem Fall aus Bahrain handele es sich um eine Person, die aus dem Iran ins Land gekommen sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur BNA.

    Die Türkei hatte bereits am Sonntag ihre Grenzübergänge zum Iran geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern. Zudem dürften ab Montagabend keine Flüge aus dem Iran mehr in der Türkei landen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Dies gelte „vorübergehend“. In der Türkei selbst ist bislang kein Fall gemeldet worden.

    Fünfter Toter in Italien

    In Italien ist der fünfte Coronavirus-Infizierte gestorben. Der 88-Jährige sei in der Lombardei ums Leben gekommen, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Montag in Rom. Die Zahl der gemeldeten Infizierten stieg auf 219. Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region in Italien. Borreli warnte vor Panikmache - auch im Ausland. «Unser Land ist sicher, und man kann beruhigt hierher kommen.» Alle Toten in Italien waren ältere Menschen, teils auch mit Vorerkrankungen. 23 Menschen seien auf der Intensivstation.

    as/dpa

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