20:27 07 April 2020
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    Wenn eine ranghohe Polizistin in Gelsenkirchen bald in die Rente geht, werden 1200 Überstunden verfallen. Einem Bericht zufolge bat die Beamtin Innenminister Herbert Reul persönlich um Aufschub oder Auszahlung, doch dieser lehnte die Bitte ab.

    Die Erste Kriminalhauptkommissarin hat in den vergangenen Jahren bei Tötungs- und Sexualdelikten, sowie im Bereich Islamismus ermittelt. Doch bisher konnte sie nur einen kleinen Teil ihrer Überstunden abbauen, berichtet Dirk Groß-Langenhoff für 1.WDR am Dienstag und beruft sich dabei auf den Bund Deutscher Kriminalbeamter.

    Damit die 1200 Überstunden nicht verfallen, habe sich die Beamtin an Innenminister Herbert Reul in einem persönlichen Brief mit der Bitte um Verlängerung ihrer Lebensarbeitszeit oder Auszahlung gewandt.

    Doch der Brief sei erfolglos geblieben: Innenminister Reul sähe keine Lösung für die Frau. Aus rechtlichen Gründen seien ihm die Hände gebunden.

    Der Bund Deutscher Kriminalbeamter wertete dies als fatales Signal an alle Polizisten, weil Reul versprochen habe, dass keine einzige Überstunde bei der Polizei verfallen wird.

    leo/ae

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    Innenminister, Pension, Rente, Überstunden, Polizei, Nordrhein-Westfalen, Gelsenkirchen