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    Ein Mottowagen hat beim Düsseldorfer Rosenmontag für Wirbel gesorgt – das Motiv zeigte ein Hakenkreuz, mit dem der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro kritisiert wurde. Die Staatsanwaltschaft hat den Wagenbauern  zum Entfernen des Symbols geraten, später jedoch ihre Einschätzung geändert.

    Das Hakenkreuz prangte am Morgen noch auf der Brust der Figur im Zentrum einer brasilianischen Flagge, wurde aber auf Anraten der Staatsanwaltschaft durch die Wagenbauer entfernt.

    Einsatzkräfte vor Ort hätten das Hakenkreuz am Vormittag auf dem Mottowagen entdeckt und die Staatsanwaltschaft um ihre rechtliche Einschätzung gebeten, sagte Staatsanwältin Laura Hollmann auf Anfrage.

    Der Wagenbauer Jacques Tilly erklärte seinerseits dazu später im WDR, er und sein Team seien dieser Aufforderung gefolgt – er sprach von „Selbstzensur“. Nach seiner Einschätzung hätte das Symbol eigentlich bleiben dürfen, es handele sich um Satirefreiheit.

    Das sah später auch die Staatsanwaltschaft ähnlich. In einer zweiten umfassenderen Bewertung sei man zu einem anderen Schluss gekommen als in der ersten Prüfung, hieß es: „Danach dürfte es in diesem konkreten Zusammenhang von der Kunstfreiheit abgedeckt gewesen sein“, so Hollmann. Sie verwies darauf, dass die Behörde am Morgen innerhalb weniger Sekunden eine Einschätzung habe abgeben müssen. Eine abschließende Prüfung erfolge noch.

    Der umstrittene Mottowagen zeigt den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro als „Klimakiller“ mit zwei blutigen Kettensägen anstelle seiner Arme und umgeben von blutigen Baumstümpfen. Die brasilianische Flagge, auf der sich das Symbol ursprünglich befunden hatte, prangt auf seiner Brust. Bolsonaro steht wegen seiner Klimapolitik und seinem Umgang mit dem Regenwald massiv in der Kritik.

    Viertklässler mit Hakenkreuz beim Fasching in Hamburg

    In Hamburg ist ein Viertklässler am Dienstag mit einem selbstgebastelten Hakenkreuz-Emblem am Oberarm zum Schulfasching gekommen. Der Grundschüler habe das auf Papier gemalte Hakenkreuz auf Anweisung der Lehrerin sofort abnehmen müssen, wie die Hamburger Schulbehörde am Dienstag sagte. Laut Schulleitung darf der Junge, der bereits in der Vergangenheit durch Nazi-Gesten in der Schule aufgefallen sein soll, den Unterricht vorerst nicht besuchen. Zudem habe es im Nachhinein ein klärendes Gespräch mit den Eltern gegeben.

    sm/gs

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    Tags:
    Hakenkreuz, Jair Bolsonaro, Rosenmontag, Düsseldorf, Karneval