14:56 15 Juli 2020
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    Coronavirus auf dem Vormarsch: Chronologie der Ausbreitung (116)
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    Die neuartige Lungenkrankheit breitet sich immer weiter aus: Das brasilianische Gesundheitsministerium hat den ersten Coronavirus-Fall gemeldet. In Südkorea gab es eine erste bestätigte Coronavirus-Infektion bei einem dort stationierten US-Soldaten.

    In Brasilien ist am Dienstag vermutlich der erste Coronavirus-Fall registriert worden, wie das Gesundheitsministerium des Landes via Twitter mitteilte. Dabei könnte es sich um den ersten Fall in Südamerika überhaupt handeln. In der offiziellen Mitteilung hieß es, man untersuche zusammen mit den städtischen und bundesstaatlichen Gesundheitsbehörden einen Fall in São Paulo.

    Erster Coronavirus-Fall in Brasilien?

    Die Erkrankung soll Medienberichten zufolge das Krankenhaus "Albert Einstein" in São Paolo festgestellt haben. Demnach habe ein 61 Jahre alter Mann, der zwischen dem 9. und 21. Februar nach Norditalien gereist war, die Symptome der Krankheit wie Husten gezeigt. Er sei nun zu Hause isoliert. Der Patient soll positiv auf das Virus getestet worden sein.

    Im Institut Adolfo Lutz, so etwas wie ein akkreditiertes Labor des Gesundheitsministeriums, wurde ein zweiter Test gemacht. Die Zeitung „Folha de São Paulo“ berichtete später, das auch dieser positiv verlaufen sei. Laut dem Portal „BNews“ bestätigte dies auch der Gouverneur des Bundesstaats São Paulos, João Doria.

    China stellt Dutzende Fluggäste aus Südkorea unter Quarantäne

    Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der neuartigen Lungenkrankheit sind in der ostchinesischen Stadt Nanjing 94 Passagiere eines Fluges aus Südkorea unter Quarantäne gestellt worden.

    Die Maßnahme wurde laut dem chinesischen Staatsfernsehen getroffen, nachdem bei drei chinesischen Fluggästen auf einem Flug von Seoul nach Nanjing am Dienstag Fieber festgestellt wurde. Die drei Passagiere wurden demnach für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Unter Quarantäne gestellt wurden zudem Fluggäste, die bis zu drei Reihen vor oder hinter den Erkrankten saßen. Insgesamt befanden sich 166 Passagiere an Bord.

    US-Soldat in Südkorea an Coronavirus erkrankt

    In Südkorea gab es eine erste bestätigte Coronavirus-Infektion bei einem dort stationierten US-Soldaten. Ein an der Militärbasis Camp Carroll stationierter Militär wurde positiv auf den Erreger getestet.

    „Der Patient befindet sich zurzeit in Selbstquarantäne in seinem Wohnsitz außerhalb der Basis“, teilten die US-Streitkräfte Korea (USFK) am Mittwoch mit.

    Neue Informationen zu Infizierten in Baden-Württemberg und NRW

    Zuvor war berichtet worden, dass in zwei deutschen Bundesländern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, erstmals Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden waren.

    Der Zustand des Patienten in NRW war laut Behörden kritisch, er sollte am Dienstagabend von einem Krankenhaus in Erkelenz ins Uni-Klinikum Düsseldorf gebracht werden. Der Mann ist nach DPA-Informationen Mitte 40, leidet aber an einer Vorerkrankung. Seine Ehefrau werde mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt, hieß es von örtlichen Behörden. Ihr Zustand sei aktuell stabil. Ob auch sie mit dem Erreger Sars CoV-2 infiziert ist, stand noch nicht fest. Der Mann hatte nach Angaben des dortigen Landrats Stephan Pusch Kontakt mit einem Bekannten, der sich geschäftlich in letzter Zeit in China aufgehalten habe. Das berichtet die „Aachener Zeitung“. Ob sich dieser Mann auch in Behandlung begeben habe, konnte Pusch zunächst nicht sagen.

    Der Patient in Baden-Württemberg, ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen, war mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt. Er solle in eine Klinik gebracht und dort isoliert untergebracht und behandelt werden. Der Erkrankte soll sich laut Behörden vermutlich in Mailand bei einer Italienreise angesteckt haben soll. In der Lombardei waren zuletzt zahlreiche Covid-19-Fälle bemerkt worden, Italien gilt aktuell als das Land mit den meisten nachgewiesenen Fällen in Europa.

    Aktuelle Betroffenenzahl

    Laut Angaben der Pekinger Gesundheitskommission vom Mittwoch kamen weitere 52 Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben. Inzwischen sind nun mehr als 78.000 Infektionen und über 2700 Todesfälle erfasst.

    Aus mehr als 30 Ländern und Regionen außerhalb Festlandchinas sind mehr als 2400 Infektionen und mehr als 30 Todesfälle berichtet worden. 

    Neuartiges Coronavirus

    Ende Dezember hatte Peking die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenentzündung unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde etwas später das Coronavirus 2019-nCoV identifiziert. Angesichts der fortschreitenden Verbreitung des Coronavirus hat die WHO einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen.

    ak/dpa/sna/tm

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    Südkorea, Baden-Württemberg, NRW, Infektion, Südamerika, Coronavirus, Brasilien