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    Die einstige US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem Besuch bei der Berlinale am Dienstag ihre Bewunderung für die deutsche Bundeskanzlerin zum Ausdruck gebracht.

    „Ich bin eine absolute Verehrerin von ihr, nicht nur wegen ihres politischen Erfolgs, sondern noch mehr wegen ihrer Führungsstärke“, sagte Clinton am Rande der Berlinale vor Journalisten. „Sie ist eine einzigartige Führungskraft und ich glaube, dass sie vermisst werden wird.“

    Clintons Pressekonferenz war anlässlich der Aufführung der Dokumentation „Hillary“, die am Mittwoch stattfinden soll.

    Clinton schilderte Merkel, die sie nach eigenen Angaben schon 1993 kennengelernt hatte, als eine überzeugte Befürworterin der EU und der Nato: Die Bundeskanzlerin sei „eine feste Stimme Europas und für das transatlantische Bündnis“ gewesen. Als eine erfolgreiche Regierungschefin habe sie ihr Land durch einige Höhen und Tiefen geführt.

    Was die Zeit nach der Kanzlerschaft betreffe, so wollte die ehemalige First Lady und US-Außenministerin keine Ratschläge für Merkel geben – bis auf einen:

    „Ich glaube, sie hat sich einen sehr langen Urlaub verdient“ , sagte Clinton.

    Nach jetzigem Stand scheidet Merkel nach der nächsten Bundestagswahl 2021 aus dem Amt – nach 16 Jahren an der Regierungsspitze.

    In der Zeit zwischen 2009 und 2013, in der als Clinton als US-Außenministerin tätig war, sahen sich die beiden Politikerinnen häufiger.

    „Putin wusste exakt, was ich war“

    Bei ihrem Auftritt konnte Clinton allerdings auch nicht den russischen Staatschef Wladimir Putin unbehelligt lassen: Dieser „beauftragte seinen Geheimdienst, mir nachzuspüren. Alles nur erdenklich Negative über mich zu verbreiten. Putin wollte mich bezwingen“, zitiert sie die „Berliner Zeitung“.

    Putin sei sich im Klaren gewesen, für welche Werte sie sich einsetzen werde, betonte die ehemalige Präsidentschaftskandidatin:

    „Ich glaube nicht, dass mich Wladimir Putin falsch verstand“, doch „er wusste exakt, wer ich war und für was ich mich einsetzen würde. Für Freiheit und Anstand, für ein starkes Bündnis der westlichen Demokratien auf beiden Seiten des Atlantiks, für eine starke Nato.“

    Noch am Vortag hatte Clinton Moskau versuchten Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl vorgeworfen: „Wir wissen, dass die Russen erneut versuchen, unseren nächsten Präsidenten zu wählen, so wie sie unseren letzten Präsidenten ausgewählt haben“, sagte sie vor Journalisten.

    Vierteilige Dokumentation über Ex-First-Lady bei Berlinale

    Clinton ist zur Premiere der Serie «Hillary» beim Filmfestival nach Berlin gekommen. In der vierteiligen Dokumentation zeichnet Filmemacherin Nanette Burstein ein Porträt der 72-Jährigen – von Hillary Rodhams Kindheit bis zu Clintons Präsidentschaftswahlkampf 2016. Zu Wort kommt neben Freunden und politischen Weggefährten auch ihr Ehemann, der frühere US-Präsident Bill Clinton. Clinton selbst hat die Dokumentation gelobt.

    Die Dokumentation wird in Deutschland ab dem 8. März auf Sky und Sky Ticket zu sehen sein.

    asch/tm/dpa

     

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