08:39 02 Juli 2020
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    Der US-amerikanische Programmierer, Musiker und Anwalt Damien Riehl will zusammen mit dem Musiker und Programmierer Noah Rubin das Urheberrechtsproblem aus der Welt der Popmusik schaffen. Medienberichten zufolge hatten die beiden mit ihrer Software 68,7 Milliarden Melodien generiert und im Netz freigestellt.

    Die Idee war ganz einfach: Tonfolgen lassen sich als Zahlen abspeichern. Zahlen lassen sich beliebig generieren. Nun haben die beiden einen Algorithmus geschrieben, der alle möglichen Tonfolgen beziehungsweise Zahlenkombinationen generiert. Ausgangspunkt sei eine Oktave mit allen Tönen und Halbtönen gewesen. Je Sekunde seien durch den Algorithmus 300.000 Melodien generiert worden, schreibt das Portal nau.ch.

    Den Angaben zufolge haben Riehl und Rubin nach Beendigung des Algorithmus sämtliche Melodien auf einer Festplatte gespeichert und den Inhalt daraufhin auf der Website allthemusic.info für alle zugänglich gemacht.

    Melodien als Zahlen betrachet

    „Und was die urheberrechtlich bereits geschützten Melodien angeht, appelliert Anwalt Riehl an Berufsgenossen und Richter: Sämtliche Melodien sollen als Zahlenfolge betrachtet werden. Zahlen sind rechtlich gesehen Fakten, und Fakten lassen sich urheberrechtlich nicht schützen“, heißt es in dem Beitrag.

    Die Komposition durch Riehls und Rubins Programm hat mehr mit Mathematik als mit einem künstlerischen Vorgang zu tun. Das bedeutet, dass die Software sämtliche Kombinationsmöglichkeiten von Tönen innerhalb von definierten Parametern als "Melodie" speichert, und zwar ohne Rhythmus, da dieser auch vor Gericht nicht in die Beurteilung mit einbezogen wird.

    Wie die Idee Wirklichkeit wurde

    In einer Vorstellung erklärte Damien Riehl seine Intention und sein Vorgehen und erläuterte weitere Details zur Software:

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    Tags:
    Melodie, Software, Urheberrecht, Musik