05:09 20 Oktober 2020
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    Die japanische Journalistin Keiko Ogino hat in einem Artikel für die Zeitung „Asahi Shimbun“ berichtet, dass sie fasziniert sei, wie einfach und warmherzig die Russen ihre Gäste empfangen.

    Sie hob die Großzügigkeit der russischen Hausfrauen hervor. Die Journalistin gab zu, sie habe einen Kulturschock durch den Eindruck erlitten, wie natürlich sie mit ihren Gästen umgehen. Selbst wenn man ohne Einladung gekommen sei, werde man freundlich umsorgt.   

    Ogino sei überzeugt, dass ein solcher Brauch, so Gäste zu empfangen, noch aus den sowjetischen Zeiten stamme. Die Journalistin vermutet, dass sich die Menschen früher keine Restaurantbesuche leisten konnten und dies ein Grund für häufigen Gästeempfang geworden sei. Ihres Erachtens könne dazu auch der lange russische Winter beigetragen haben.

    Was und wie man in Russland isst

    Sie staunte darüber, dass die Vorspeisen auf großen Tellern schnell auf dem Tisch erscheinen, das Geschirr für das Tisch-Servieren aber das alltägliche sei. Die Gerichte werden nach Oginos Worten geschickt zubereitet – unter Verwendung von konservierten Lebensmitteln. In der Regel werden kalte und warme Gerichte, frisches Gemüse in Aufschnitt oder Salate mit Gemüsekräutern, Salz, Öl oder Mayonnaise aufgetischt. Es gebe auch oft Wurst, Schinken, Käse, sauer eingelegtes Gemüse, Salzhering und dazu Schwarzbrot.

    Suppe werde gewöhnlich zu Mittag gegessen. Die Hauptgerichte seien warm zubereitet. Fleisch werde einfach gesalzt oder paniert zubereitet. Komplizierte Gerichte würden selten auf den Tisch kommen, doch manche Hausfrauen würden auch Stroganoff oder Kohlrouladen zubereiten.

    Ein Gefühl von "Wohlbefinden und geistigem Reichtum"

    Unter den alkoholischen Getränken mögen die Russen Wein und Sekt sowie Wodka, unter den alkoholfreien Getränken sei Kompott (mit viel Saft und weniger Früchten – Anm. d. Red.) beliebt. Die Journalistin betonte, dass die Gerichte überall mehr oder weniger gleich seien, allerdings würde man auch etwas aus der örtlichen Küche verkosten können.

    Das nach dem Dinner übriggebliebene Essen, wie Ogino behauptet, werde nicht selten dem Gast mitgegeben. Die Journalistin unterstrich, dass es für „großzügige und gutmütige Russen“ typisch sei, für die Reise Geschenke zu machen. Sie betonte, dass sie alle ein Gefühl von „Wohlbefinden und geistigem Reichtum“ vermitteln würden.

    ek/mt/sna

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    begeistert, Sekt, Wein, Spezialitäten, Gastfreundschaft